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Fortuna Düsseldorf
Madlung empfiehlt eine Prise Lockerheit

Das ist Alexander Madlung
Das ist Alexander Madlung FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Der erfahrene Abwehrspieler meldet sich pünktlich vor dem Duell mit dem FC St. Pauli wieder einsatzbereit. Von Matthias Goergens

Erfahrung ist mit das größte Pfund, das Friedhelm Funkel im Abstiegskampf in die Waagschale wirft. Das äußert sich bei dem Fortuna-Trainer in beinahe jeder Aussage, Handlung und taktischer Vorgabe. Erfahrung ist auch das Pfund, auf das er in der Startelf setzt. Indem er Oliver Fink und Adam Bodzek beim Amtsantritt zum Beispiel aus der sportlichen Versenkung holte. Dumm nur, dass beim Fußball-Zweitligisten ausgerechnet die beiden zentralen Mittelfeldspieler im Heimspiel gegen den FC St. Pauli ausfallen – Bodzek wegen der fünften Gelben Karte, Fink wegen Adduktorenproblemen. "Ich habe aber auch kein Problem damit, jüngere Spieler einzusetzen", sagt Funkel mit Blick auf die möglichen Alternativen Christian Gartner und Marcel Sobottka.

Vielleicht hat der 62-Jährige auch deshalb kein Problem damit, weil er dahinter wieder auf geballte Bundesliga-Erfahrung setzen kann. Denn Alexander Madlung, der sich nach seinen Rückenproblemen nicht den Strapazen der jüngsten langen Auswärtstour nach Fürth (1:3) aussetzen sollte, steht wieder bereit, könnte neben Karim Haggui als Innenverteidiger auflaufen und den jungen Kevin Akpoguma aus der Startelf verdrängen.

"Wir haben viele Varianten. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man eingespielt ist", sagt Madlung, ohne aber direkt auf einen Platz in der Startelf zu pochen. "Die personelle Konstellation ist egal. Muss egal sein." Gegen Fürth noch zu pausieren, sei die richtige Entscheidung gewesen, sagt der 33-Jährige. "Die Trainingswoche ist gut gelaufen. Sollte nichts weiter dazwischen kommen, steht einem Einsatz nichts im Wege."

Fink fehlt im Fortuna-Training FOTO: Falk Janning

Was der Fortuna nach den jüngsten Tendenzen und Abwehrschwächen nur gut tun kann. Vor allem weil Madlung seinen Auftrag neben der kämpferischen Grundeinstellung so klar wie logisch beschreibt. "Wenn du hinten keine Tore fängst, spielst du mindestens schon mal unentschieden." Das wäre gegen St. Pauli zwar kein Traumergebnis, aber auch ein Punkt wäre nicht zu verachten im Kampf um den Klassenerhalt.

Ganz gleich, ob erfahren oder nicht: Dass die Lage ernst ist, sei jedem bewusst, sagt Madlung. "Die Tabelle lügt nicht, die kann jeder lesen. Da brauchen wir nicht zusätzlich Druck aufbauen. Damit erreicht man das Gegenteil." Eine gewisse Lockerheit sei ratsam. Und: "Wenn du deine Heimspiele gewinnst, machst du Druck auf die anderen Teams, die hinter dir stehen."

Quelle: RP
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