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Fortuna Düsseldorf
Madlungs Debüt von der Bank

Madlung absolviert sein erstes Training bei der Fortuna
Madlung absolviert sein erstes Training bei der Fortuna FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Es ist ein deutliches Signal, das Fortuna Düsseldorfs Sportdirektor Rachid Azzouzi und Trainer Frank Kramer da an die eigenen Abwehrspieler sendete. Obwohl der Zweitligist in Kapitän Karim Haggui, Adam Bodzek und Christian Strohdiek über drei gestandene Innenverteidiger verfügt und spätestens nach der Winterpause in Christopher Avevor ein vierter wieder spielfähig sein dürfte, verpflichtete das Duo in Alexander Madlung zusätzlich einen vertragslosen Profi für die Abwehrzentrale. Von Bernd Jolitz

Böse Zungen könnten das als Misstrauensvotum werten, doch sowohl Azzouzi als auch Kramer bemühen sich nach Kräften, diesen Eindruck zu verwischen. "Wir sind froh, dass wir einen etwas anderen Typen hinzubekommen, den wir so bislang noch nicht hatten", erklärt der Manager. Kramer fügt an, dass Madlung sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der Sechser-Position spielen könne. Und dort seien ja in Sergio Pinto, Christian Gartner und auch Avevor drei Profis langfristig verletzt.

Madlung selbst sieht sich dagegen "schon als Innenverteidiger", und damit wissen die vier anderen, was die Stunde geschlagen hat. Haggui und Bodzek bekommen immerhin sehr wahrscheinlich heute Abend (18.30 Uhr, Liveticker bei www.rp-online.de/fortuna) in der Partie in Leipzig noch einmal die Chance, den eigenen Wert unter Beweis zu stellen. Es ist zu erwarten, dass Kramer seinen 33-jährigen Zugang zunächst einmal auf die Bank setzt: "Wir müssen Alex die Zeit geben, sich bei uns einzufinden."

Gerade bei den außerordentlich offensivstarken Sachsen wäre es allzu forsch, auf eine nicht eingespielte Abwehrzentrale zu setzen. Haggui und Bodzek machten ihre Sache zudem beim jüngsten 1:0-Heimsieg gegen Bielefeld gut - wobei Kramer vollkommen klar ist, dass heute eine ganz andere Angriffsmaschine auf seine Deckung zurollen wird als am vergangenen Freitag. "Leipzig ist eine große Herausforderung für uns", warnt der Chefcoach. "Die Mannschaft verfügt über Spieler von herausragender Qualität und spielt das beste Pressing der Liga."

Die extrem risikoreiche Spielweise des Brauseklubs birgt für Fortuna allerdings auch Chancen. Wer so offensiv denkt und arbeitet wie Leipzigs Trainer Ralf Rangnick und seine Truppe, der bietet dem Gegner mehr Raum für Konter an, als es in der zweiten Liga sonst üblich ist. "Da ist schon was dran", gibt Kramer zu, "aber dafür müssen wir erstmal den Ball erobern und anschließend die folgende Eins-gegen-Eins-Situation bestehen. Wenn unsere Angreifer an ihrem jeweiligen Leipziger Abwehrspieler vorbeikommen, könnte es dahinter tatsächlich mehr Platz geben."

Auf dem Papier steht also das Rezept, dessen Umsetzung muss Fortuna heute noch auf den Rasen bringen. Nicht so einfach ohne die angeschlagenen Mathis Bolly (Oberschenkelprobleme) und Didier Ya Konan (Kniebeschwerden), die gar nicht erst mitflogen.

Quelle: RP
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