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Fortuna Düsseldorf
Am Ende lacht der Joker

Fortuna Düsseldorf: Am Ende lacht der Joker
Arianit Ferati gelang im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ein Jokertor für Fortuna Düsseldorf. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Gertjan Verbeek hat ein glückliches Händchen. Die Spieler, die der Bochumer Coach einwechselte, schossen in zwölf Spielen fünf Tore und legten zwei weitere auf. Bei solchen Zahlen kann Fortunas Friedhelm Funkel einpacken. Schlecht ist seine Ausbeute aber auch nicht. Von Jan Dobrick

17 Tore, 19 Punkte, Platz sieben: Fortuna Düsseldorf hat einen Saisonstart hingelegt, der einige Anhänger von mehr träumen lässt als vom Nicht-Abstieg. Trainer Funkel hat die Nerven des Zweitligisten beruhigt. Das Selbstvertrauen, in der jüngeren Vergangenheit nur eine zarte Pflanze, ist von Woche zu Woche gewachsen. Die Stammelf der Rheinländer überzeugt. Aber auch die Einwechselspieler fallen nicht ab, die Joker schlagen ein. Fortuna hat eine starke, talentierte Ersatzbank, die für Schub nach vorne sorgt.

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Mit drei Toren und einer Vorlage stehen die Düsseldorfer aktuell in der Joker-Wertung auf Platz sechs der 2. Bundesliga. 33 Mal hat Funkel bislang Spieler ausgetauscht. Arianit Ferati traf nach seiner Einwechslung gegen Arminia Bielefeld, Jerome Kiesewetter gegen Eintracht Braunschweig und Axel Bellinghausen gegen den VfL Bochum. Dabei ist es in dieser Saison eigentlich die Kunst der Bochumer, für Impulse von der Bank zu sorgen.

In Johannes Wurtz (zwei Tore/eine Vorlage) und Nils Quaschner (1/1) finden sich gleich zwei Spieler der Blau-Weißen in der Top-Ten-Liste der Joker wieder. In acht von zwölf Spielen haben die Bochumer gepunktet, fünfmal trugen Einwechselspieler ihren Teil dazu bei – entweder durch ein Tor oder eine Vorlage. Zwischen dem VfL und der Fortuna sortieren sich der VfB Stuttgart, Hannover 96, der 1. FC Nürnberg und der SV Sandhausen in das Ranking ein. Für Erzgebirge Aue und die SpVgg Greuther Fürth hat noch kein Einwechselspieler getroffen. Und für den FC St. Pauli, am Sonntag Fortunas Gegner (13.30 Uhr/Live-Ticker), nur einer: Cenk Sahin.

Madlung gelingt 2003 das fünftschnellste Joker-Tor der Bundesliga-Geschichte

Kleine Anekdote am Rande: Das fünftschnellste Joker-Tore der Bundesliga-Geschichte gelang dem Düsseldorfer Innenverteidiger Alexander Madlung gegen Borussia Mönchengladbach, damals noch im Trikot von Hertha BSC. Der Abwehrhüne wurde am 12. Spieltag der Saison 2003/04 im Heimspiel nach 86 Minuten für den jetzigen Berlin-Coach Pal Dardai eingewechselt. Er brauchte nur 26 Sekunden für den 2:1-Siegtreffer, den er – wie sollte es auch anders sein – per Kopf erzielte. Den fünften Platz in der Rangliste teilt sich Madlung mit dem ehemaligen Kaiserslauterner Pavel Kuka, der das Kunststück im März 1995 genauso schnell fertigbrachte.

Für den spektakulärsten Joker-Auftritt in der 2. Bundesliga sorgte in dieser Saison ein gebürtiger Düsseldorfer, der für Union Berlin auf Torejagd geht: Collin Quaner. Der Angreifer kam am 9. Spieltag gegen Bundesliga-Absteiger Hannover 96 in der 73. Minute rein, 117 Sekunden später stand es 1:0. Den zweiten Treffer legte Quaner Sturm-Kollege Philipp Hosiner auf. Berlin gewann am Ende 2:1. 

Mittelstürmer Joel Pohjanpalo – ehemals Fortuna, jetzt Bayer 04 Leverkusen – glänzte derweil im deutschen Fußball-Oberhaus als Joker. Der Finne drehte am 2. Spieltag die Partie gegen den Hamburger SV nach seiner Einwechslung mit einem Dreierpack. Hut ab.

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