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Fortuna Düsseldorf
Fortuna auf der Suche nach Ruhe

Fotos: Fortuna trainiert vor Paderborn-Spiel im Stadion
Fotos: Fortuna trainiert vor Paderborn-Spiel im Stadion FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Am Montag steht das enorm wichtige Zweitligaspiel in Paderborn an – aber in Düsseldorf redet alles nur über den möglichen neuen Trainer. Interimscoach Peter Hermann zieht sein Team aus dem Trubel heraus. Von Bernd Jolitz

Fast könnte man den Eindruck gewinnen, es sei bereits Winterpause. In allen Medien, an allen Stammtischen, in den sozialen Medien und in den Stehcafés diskutieren die Fortuna-Anhänger nahezu ausschließlich über den möglichen neuen Trainer. Vermeintliche Insider gehen bereits in Deckung, wenn sie einen fußballaffinen Nachbarn nahen sehen, denn unvermeidlich folgt die Frage: "Wer wird denn nun Fortuna-Trainer?" Kaum jemand fragt: "Wie stehen denn die Chancen in Paderborn?" Ein wenig verwunderlich ist das schon, denn das Gastspiel beim SCP am Montag (20 Uhr/Live-Ticker) ist eminent wichtig, es kann die Weichen für die gesamte Rückrunde stellen.

Zur Erinnerung: 19 Punkte hat Fortuna derzeit auf dem Konto, deren 16 die Paderborner. Sollten die Düsseldorfer gänzlich neben der Spur fahren und mit vier Treffern Differenz verlieren, wäre sogar der Absturz auf den Relegationsplatz perfekt, zudem hätten die Kellerkinder 1860 München und MSV Duisburg wieder Anschluss. Gelänge dagegen ein Sieg bei der Truppe von Stefan Effenberg, könnte Fortuna sich aus der Abstiegszone absetzen.

Keine Spur von Winterpause also, doch bei einem Blick auf das Trainingsgelände neben der Arena verstärkte sich dieser Eindruck gestern sogar noch. Interimscoach Peter Hermann hatte seiner Truppe einen Tag frei gegeben. Nun darf man freilich davon ausgehen, dass diese kurze Rast angesichts der langen Pause zwischen den Punktspielen gegen Union Berlin (0:3) und in Paderborn – immerhin neun Tage – genau richtig gewählt war. Ein derart erfahrener und im Profifußballgeschäft erfolgreicher Mann wie Hermann sollte in Sachen Trainingslehre und -dosierung über jeden Zweifel erhaben sein.

Der freie Tag erfüllt zudem einen weiteren Zweck: Der Interimstrainer zieht Schützlinge so ein wenig aus dem Trubel heraus, der rund um die Trainer- und auch Vorstandssuche in der Landeshauptstadt entstanden ist. Sie sollten sich am Freitag in den eigenen vier Wänden und heute in einer Trainingseinheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit intensiv für die richtungweisende Aufgabe in Paderborn sammeln.

Wie der 63-Jährige die Partie personell angehen wird, ist zur Stunde noch offen. Vieles spricht für eine Variante mit zwei Angreifern (Joel Pohjanpalo und Didier Ya Konan), da Kerem Demirbay noch gesperrt ist und dessen bisheriger Vertreter Oliver Fink anstelle des pausierenden Julian Koch (Gelb-Rote Karte) auf der Sechser-Position gebraucht wird. In jedem Fall kehrt nach seiner Sperre Kapitän Karim Haggui in die Startelf zurück.

Bleibt die Frage nach dem neuen Trainer, doch da werden die vermeintlichen Insider weiter in Deckung gehen. Okay, es wird nicht Daum, nicht Meier, nicht Wollitz und nicht Mourinho – doch ansonsten heißt es: Abwarten.

Quelle: RP
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