| 14.16 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Bellinghausen muss mal wieder kämpfen

Porträt : Axel Bellinghausen: Fortuna Düsseldorfs Rückkehrer
Porträt : Axel Bellinghausen: Fortuna Düsseldorfs Rückkehrer FOTO: dpa, Jonas Güttler
Düsseldorf. Axel Bellinghausen gehörte in der vergangenen Saison zu den konstantesten Spielern von Fortuna Düsseldorf. Er absolvierte 31 Pflichtspiele, an neun Toren war er dabei direkt beteiligt. Unter Frank Kramer muss er sich seinen Stammplatz zurückkämpfen. Von Christoffer Kleindienst

22 Pflichtspiele in einer Saison sind für einen Stammspieler wie Bellinghausen kein Problem. Gegen RB Leipzig hatte der gebürtige Düsseldorfer in der vergangenen Saison eben jene Marke erreicht. Bereits am 25. Spieltag hatte er sich damit seine Zukunft bei der Fortuna um ein weiteres Jahr gesichert. Auf seine Art und Weise – er hatte sie sich erkämpft. 

Im November 2013 sah das noch ganz anders aus. Bellinghausen war duch einen Knorpelschaden dem plötzlichen Karriereende zeitweise näher als dem erhofften Comeback. "Ich war völlig down", sagte er später: "Mir ging es nur noch darum, ein wenig Ruhe zu bekommen. Deshalb war ich froh, dass wir das wahre Ausmaß der Verletzung ein paar Monate aus der Öffentlichkeit heraushalten konnten." 

Fotos: Fortuna im Endspurt auf Union-Spiel FOTO: Falk Janning

Aber Bellinghausen kämpfte. Und als er im Sommer 2014 wieder auf dem Platz stehen konnte, kämpfte er einfach weiter. Die meisten Sprints absolvierte er in der vergangenen Saison, die meisten Flanken schlug er sowieso. In der Mannschaft, in der er es eigentlich nicht an Qualität, sondern der richtigen Einstellung fehlte, war er wichtiger denn je geworden. Dass das Knie immer mal wieder schmerzte, war ihm egal. 31 von 35 möglichen Pflichtspielen absolvierte Bellinghausen in der Saison 14/15. Es war eine schallende Ohrfeige für die, die nicht an den Kämpfer Bellinghausen geglaubt hatten.  

Sararer ist ein ganz anderer Spielertyp

Zur Saison 15/16 hat er nun einen Profi vor die Nase gesetzt bekommen, der von der spielerischen Anlage nicht unterschiedlicher sein könnte. Sercan Sararer wurde vom VfB Stuttgart an den Rhein geholt und ist einer, der lieber mal einen Übersteiger zu viel oder einen "No-Look-Pass" macht. Technische Raffinessen sind einfach sein Ding. 

Spielerisch befindet sich der türkische Nationalspieler damit auf einem ganz anderen Level. Er strahlt Torgefahr aus, beschäftigt im besten Fall gleich mehrere Spieler mit seinen Dribblings. Eben das hat er in der Vorbereitung unter Beweis gestellt. Er wird zum Ligaauftakt gegen Union Berlin am Sonntag (15.30 Uhr, Live-Ticker) aller Voraussicht nach in der Startelf sein. 

Kramer plant mit spielstarken Angreifern

Die Aufsteiger-Tipps der Trainer FOTO: Wolff

Bei der verpatzten Generalprobe gegen Viktoria Köln saß Sararer 90 Minuten auf der Bank, Bellinghausen stand auf dem Platz. Der Routinier konnte sich aber nicht aufdrängen. Er war zwar erneut engagiert und schlug ein paar gute Flanken – mehr aber auch nicht.

Cheftrainer Kramer setzt hingegen im offensiven Mittelfeld ganz bewusst auf andere Spielertypen. In Sararer, Mathis Bolly und Michael Liendl sind in der potenziellen A-Elf fast nur spielstarke Akteure zu finden. Ein Schwächeln der Konkurrenz scheint die einzige Chance für den Linksfuß zu sein. Kramer kann sich dann aber sicher sein: Bellinghausen wird schon in den Startlöchern stehen.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fortuna Düsseldorf: Axel Bellinghausen muss mal wieder kämpfen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.