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| 13.57 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Dank Gießelmann kann Hennings bei Standards in den Strafraum

Das ist Niko Gießelmann
Das ist Niko Gießelmann FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna hat in der vergangenen Spielzeit viele Standardsituationen verbockt – vorne wie hinten. Wenn es im Angriff einen ruhenden Ball gab, durfte häufig Stürmer Rouwen Hennings schießen. Nun steht ein weiterer Schütze im Kader. Von Jan Dobrick

Fortuna Düsseldorf hat in der Saison 2016/17 viel zu viele Tore nach Ecken oder Freistößen kassiert. 14 von 39 Gegentreffern fanden nach Standardsituationen den Weg ins Düsseldorfer Tor. Und vorne? Da waren nur Strafstöße eine sichere Sache – durch Ihlas Bebou oder Rouwen Hennings.

Lag der Ball mehr als elf Meter vom gegnerischen Kasten weg, segelte er oft an Freund und Feind vorbei. Einmal half das ausnahmsweise, als Julian Schauerte am 32. Spieltag gegen Würzburg einen Freistoß aus 40 Metern zum 1:1 ins Tor beförderte. Allerdings nur, weil Alexander Madlung im Sechzehner Würzburg-Torwart Jörg Siebenhandl irritierte.

Einige Fans ärgert, dass Hennings Standards schießt

Ein Kerem Demirbay, der auch mal einen Freistoß aus 30 Metern versenkt hat, fehlt den Düsseldorfern. Kaan Ayhan, Christian Gartner und Hennings mühten sich bei unzähligen Versuchen vergeblich ab. Auch Axel Bellinghausen und Lukas Schmitz probierten es erfolglos.

"Yamaguchi beeindruckt mit Tempo"

"Noch haben wir keinen Spieler, der die Bälle konstant gut nach innen bringt", sagte Trainer Friedhelm Funkel im Oktober 2016. Kein Wunder, dass Kritik aufkommt. Böse Zungen behaupten, dass starke Standardschützen ihre Qualität verlieren, sobald sie das Fortuna-Trikot tragen. Beispiele: Michael Liendl, Ronny Garbuschewski oder eben Ayhan und Hennings. 

"Es ist wichtig, dass unsere Standards jetzt gefährlicher kommen – speziell von Hennings", kitzelte Funkel seinen Angreifer im März. Dass Mittelstürmer Hennings, der eigentliche Zielspieler, aber überhaupt Ecken und Freistöße schießen muss, stößt einigen Fans sauer auf.

Gießelmann verwandelte drei Freistöße in einer Saison

Mit Gartner hat ein Standardschütze den Verein verlassen. Aber Niko Gießelmann, von der SpVgg Greuther Fürth an den Rhein gewechselt, könnte den Job von Hennings in Zukunft übernehmen.

Einen direkten Freistoß hat Gießelmann seit der Saison 2014/15 nicht mehr verwandelt. Damals erzielte er für die Fürther allerdings gleich vier Tore – eins mit dem Kopf gegen Fortuna und drei per Freistoß. Hut ab!

Iyoha kann das Training nicht beenden FOTO: Falk Janning

Selbstvertrauen hat der Linksverteidiger durch die Durststrecke nicht verloren. In der vergangenen Spielzeit konnte er zumindest einen Treffer per Freistoß auflegen: zum 1:1 der Fürther am 24. Spieltag in Sandhausen, zwei Minuten vor Schluss. "Ich konnte immer ganz gute Standards schießen, das mache ich gerne und würde es mir auch bei der Fortuna zutrauen", sagt der 25-Jährige – und gibt damit seine Bewerbung ab.

Die Fans dürfte es freuen. Funkel auch. Und Hennings könnte sich endlich komplett auf das Toreschießen konzentrieren.

 
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