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| 11.00 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Das erste Zwischenzeugnis der Neuzugänge

Spielerstatistiken von Fortuna Düsseldorf
Spielerstatistiken von Fortuna Düsseldorf FOTO: Falk Janning/Transfermarkt.de
Düsseldorf. Acht Spieler hat Fortuna Düsseldorf im Sommer verpflichtet, sieben kamen schon in Pflichtspielen zum Einsatz. Einige konnten ihre Fähigkeiten andeuten, andere waren stets bemüht oder stets verletzt. Wir ziehen eine erste Bilanz. Von Jan Dobrick
  • Rouwen Hennings

Der Angreifer spielt nicht, er arbeitet Fußball. Hennings ist im Sturmzentrum immer in Bewegung, ein ständiger Unruheherd, der die Positionen wechselt und das gegnerische Aufbauspiel stört, wenn die Düsseldorfer nicht am Ball sind. Am 3. Spieltag stand der bullige Torjäger in Kaiserslautern erstmals im Fortuna-Trikot auf dem Platz, gegen Greuther Fürth legte er das 1:1 durch Oliver Fink auf.

Hennings hat richtig Bock auf das Spiel, ist eine Dauerbedrohung. Klappt mal etwas nicht, heißt es: Mund abputzen, weitermachen. Beim 3:0 gegen den VfL Bochum erzielte die Leihgabe vom englischen Premier-League-Klub FC Burnley sein erstes Tor. Gegen die Ex-Kollegen vom Karlsruher SC gelang der zweite Treffer. Hennings wurde für 15 Tore verpflichtet – und könnte das tatsächlich schaffen.

Note 2,9 (fünf Spiele)

  • Kaan Ayhan

Ayhan hat gerade einmal drei Pflichtspiele für den Zweitligisten auf dem Buckel, da hoffen viele Fans der Rot-Weißen schon, dass es 300 werden. "Wir können Schalke gar nicht genug danken, dass sie uns so einen Fußballer zur Verfügung gestellt haben", sagt Funkel über den laufstarken türkischen Nationalspieler, den er quasi überall auf den Platz stellen und Wunderdinge erwarten kann.

Der 21-Jährige ist eine Eierlegende Wollmilchsau. Er kann eigentlich alles spielen: Innenverteidiger, Außenverteidiger, Sechser. Funkel ließ ihn gegen Bochum, Braunschweig und Karlsruhe im offensiven Mittelfeld ran. Und Ayhan lenkte die Partie mit klugen Pässen, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er dürfte bis auf Weiteres gesetzt sein. Wo er allerdings im nächsten Spiel bei 1860 München auftaucht, kann man kaum vorhersagen. Vor allem nicht nach der Sperre für Innenverteidiger Alexander Madlung.

Note 2,9 (drei Spiele)

  • Jerome Kiesewetter

Siebenmal stand Kiesewetter für Fortuna auf dem Feld, fünfmal wurde er eingewechselt. Unter dem Strich stehen 246 Spielminuten. Für einen Spieler, der aus der 3. Liga kommt, ist das nicht schlecht. Der Flügelflitzer geht in der Regel engagiert in die Zweikämpfe, bewirkt aber recht wenig. Es sieht so aus, als müsse sich der 23-Jährige erst einmal mit seiner Rolle begnügen. Beim 1:2 in Braunschweig gelang dem US-Amerikaner, der von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart nach Düsseldorf kam, sein erstes Pflichtspieltor. Trotzdem saß Kiesewetter gegen Karlsruhe wieder auf der Bank.

Note 3,3 (zwei bewertete Spiele)

  • Arianit Ferati

Wenn Ferati auf dem Platz steht, kennt er nur den Vorwärtsgang. Doch der 19 Jahre alte Wirbelwind saß zum Saisonstart draußen, weil die Muskelfasern im linken Oberschenkel gleich zweimal rissen. Die Leihgabe des Hamburger SV kämpfte sich im Training heran, wurde von Trainer Funkel mit Lob überschüttet und bekam immer mehr Selbstvertrauen. Mittlerweile ist Ferati einer der ersten Wechselspieler. Beim Heimspiel gegen Karlsruhe durfte er sogar in der Startelf ran, sparte sich die Action aber für die Partien auf, die noch folgen sollen. Der Youngster braucht Zeit, ist aber sicherlich eine Verstärkung.

Note 3 (zwei bewertete Spiele)

  • Maecky Ngombo

Ngombo bekommt Fußballspiele momentan nur selten aus nächster Nähe mit. Der schlaksige Stürmer, den die Fortuna vom niederländischen Erstligisten Roda Kerkrade verpflichtet hat, bringt es auf 63 größtenteils unauffällige Spielminuten in drei Einsätzen, auf einen einzigen Torschuss und 23 Ballbesitzphasen. Zudem fehlte der 21-Jährige schon wegen eines Muskelfaserrisses im Adduktorenbereich. Ein Spiel verpasste er aufgrund einer Bindehautentzündung. Die Saison hätte für den Angreifer durchaus besser beginnen können. Korrektur: müssen.

Note 4,3 (ein bewertetes Spiel)

  • Özkan Yildirim

Yildirim hatte einen ziemlich bescheidenen Start in Düsseldorf: Der technische beschlagene Offensivspieler zog sich bei seiner Pflichtspielpremiere in Sandhausen eine Oberschenkelfraktur, einen Meniskusriss und einen Teilriss des Außenbandes zu. Der Pechvogel saß in der jüngeren Vergangenheit gefühlt häufiger beim Arzt, als er auf dem Platz stand. Für die Rheinländer kommt der 23-Jährige auf 44 Spielminuten. Er spielte magere neun Pässe und ging in acht Zweikämpfe, von denen er 12,5 Prozent gewann. Immerhin: Er kurierte seine Verletzung verhältnismäßig schnell aus, stand am 8. Spieltag gegen Karlsruhe schon wieder auf dem Feld. Der ehemalige Bremer deutete an, dass er für Schwung sorgen kann. Man darf gespannt sein.

Note: 3,3 (ein bewertetes Spiel)

  • Marlon Ritter

Ritter blieb beim Testspiel in Willich im Rasen hängen, zog sich einen doppelten Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu und schuftet seitdem für sein Comeback. Zum Saisonstart in Sandhausen konnte er 21 Minuten Zweitliga-Luft schnuppern. Ihm fehlte in seinen Aktionen allerdings das nötige Glück.

Ohne Note

  • Justin vom Steeg

Mit dem 19-Jährigen schnappten sich die Flingerner ein us-amerikanisches Torwart-Talent von UC Santa Barbara. Damit reagierte der Klub auf die Schulterverletzung von Tim Wiesner. Bisher stand der Schlussmann zweimal für die Regionalliga-Mannschaft zwischen den Pfosten, spielte beide Male unentschieden und kassierte drei Gegentore.

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