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| 17.57 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Das kommt uns nicht einfach zugeflogen"

Reaktionen: "Man muss nicht immer den schönsten Fußball spielen"
Reaktionen: "Man muss nicht immer den schönsten Fußball spielen"
Düsseldorf. Bei den Profis von Fortuna Düsseldorf ist die Stimmung nach dem 2:0 gegen Kaiserslautern gelöst. Doch die Spieler wollen den guten Saisonstart nicht überbewerten. Auch Trainer Friedhelm Funkel tritt auf die Euphoriebremse. Von Jan Dobrick

Drei Liga-Spiele, sieben Punkte, Platz zwei: Die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf hätten Gründe genug, große Töne zu spucken. Sie tun es aber nicht. Vor allem Chefcoach Funkel bleibt wohltuend demütig: "Wir sind gut dabei, haben als Team überzeugt. Aber auch andere Teams können Fußball spielen, nicht nur Fortuna Düsseldorf. Es wird auch wieder Phasen geben, in denen wir größere Probleme bekommen werden", sagte der 63-Jährige nach dem verdienten 2:0 gegen Kaiserslautern.

Zwei Heimspiel sind nun absolviert. Und die Fortuna, in der vergangenen Saison zu Hause häufig unterlegen, hat vier Zähler eingeheimst – man kann nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit schon fast von einer erfolgreichen Heimserie sprechen. Und die Düsseldorfer verdienten sich den Feierabend vor allem im zweiten Durchgang, als sie klar tonangebend waren.

Funkel will keinen Spieler herausheben

Funkel wollte aber auch die Leistung in der ersten Hälfte nicht kleinreden. Kaiserslautern dominierte zunächst das Spiel – und Fortunas Trainer übersetzte das so: "Wir haben in der ersten Halbzeit den Gegner sehr viel Arbeit machen lassen. Weil die Lauterer viel laufen mussten, war es für sie in der 2. Halbzeit schwieriger, die Räume ähnlich dicht zu machen." Und Funkel ergänzte: "Im zweiten Durchgang haben wir die Räume genutzt, den Gegner etwas früher angelaufen und richtig gut gespielt." Das Ergebnis gibt ihm recht.

"Genießen wir den Augenblick"

Funkel wollte keinen Spieler herausheben. "Alle haben es gut gemacht: Florian Neuhaus, Marcel Sobottka, Oliver Fink oder Rouwen Hennings, ich will niemanden herausheben. Es gab allerdings ein, zwei Spieler, die nicht gut gespielt haben", erklärte der Coach.

Sein Gegenüber, Lautern-Trainer Norbert Meier, ärgerte sich über die Fehler vor den beiden Gegentoren. "Kurz vor dem Halbzeitpfiff haben wir uns um den verdienten Lohn gebracht. Wir müssen daran arbeiten, unsere Fehler zu minimieren, denn so neigt sich die Waage zugunsten der Fortuna. Das 2:0 ist natürlich ein schönes Tor, es wäre aber auch schön gewesen, wenn wir Florian Neuhaus attackiert hätten – das haben wir nicht gemacht", sagte der 58-Jährige. Neuhaus nutzte den Platz nach 76 Minuten und nagelte den Ball aus 20 Metern in den Kasten der "Roten Teufel". Die Partie war entschieden.

"Wir können sehr zufrieden sein"

"Der Spielverlauf ist für uns natürlich super. An unserem Start gibt es kaum etwas auszusetzen, aber das ist harte Arbeit und kommt uns nicht einfach zugeflogen", betonte Fortuna-Kapitän Oliver Fink. Innenverteidiger Kaan Ayhan ergänzte: "Wir haben uns gute Chancen herausgespielt und hätten noch eher das zweite Tor machen müssen. Mit dem 2:0-Sieg können wir aber sehr zufrieden sein."

Fortuna - Kaiserslautern: Einzelkritik FOTO: dpa, jgu kno

Die Fortunen sind vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. "Es ist eine schöne Momentaufnahme, auf die Tabelle zu gucken. Aber es sind gerade mal drei von 34 Spielen gespielt, wenn da jetzt jemand durchdreht, müssen wir den schnell wieder einfangen", sagte Rechtsaußen Jean Zimmer. Die Bescheidenheit steht den Düsseldorfern gut.

(jado)
 
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