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Fortuna Düsseldorf
Das sind die Verlierer unter Frank Kramer

Fortuna Düsseldorf: Das sind die Verlierer unter Trainer Frank Kramer
Er spielte unter Trainer Frank Kramer keine Rolle mehr: Lukas Schmitz. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Nach dem schwachen Saisonauftakt sind Gewinner in den Reihen von Fortuna Düsseldorf nur vereinzelt auszumachen, dafür vermehrt Verlierer. Allerdings trägt nicht nur die sportliche Misere dazu bei, teilweise haben die Fortunen auch einen schweren Stand beim Trainer oder sind gebeutelt von Verletzungen. Von Christoffer Kleindienst
  • Lukas Schmitz

Eine Verwarnung hatte der Linksfuß bereits am fünften Spieltag bekommen: Überraschend stand Schmitz gegen den 1. FC Nürnberg nicht im Kader. "Bei Lukas hat mir im Training etwas die nötige Aggressivität gefehlt", erklärte Kramer seine Entscheidung damals. Ansonsten war der ehemalige Bundesliga-Profi bei ihm allerdings gesetzt. Bei neun der ersten zehn Spieltagen stand er in der Startelf, dabei spielte er immer durch. Seitdem ist er allerdings nicht mehr im Kader bei den Pflichtspielen zu finden – trotz extrem schwankender Leistungen der Mannschaft. 

Bei seinem bisher letzten Auftritt sorgte Schmitz mit einem Fehlpass bei einer Ecke für einen folgenschweren Konter, Kramer kritisierte ihn damals: "So etwas darf einfach nicht passieren." Kurz danach verletzte sich Schmitz, seit einigen Wochen ist er aber wieder im Training dabei. Seine Stellung im Team hat das nicht verbessert, lediglich in Testspielen ist er eine Option. 

  • Tugrul Erat

13 Partien absolvierte der Flügelspieler in dieser Saison bereits für die Fortuna. "Verlierer? Von wegen!", mag sich der ein oder andere nun denken. Allerdings sammelte das ehemals verheißungsvolle Fortuna-Talent nur in der zweiten Mannschaft Spielpraxis. Auf null Minuten Spielzeit kommt er bei den Profis, lediglich im Spiel gegen Kaiserslautern saß er auf der Bank. Es ist kein Geheimnis, dass Erat in der Transferperiode zu einem Wechsel bereit war. Beim derzeitigen Stand der Dinge wird er vermutlich im Winter einen neuen Versuch starten. 

  • Christian Strohdiek

Dass dieser Name hier stehen würde, hätten wir vor ein paar Monaten auch nicht gedacht. Strohdiek wurde schon während der Saison 2014/15 vom späteren Bundesliga-Absteiger SC Paderborn verpflichtet und war somit in der Innenverteidigung gesetzt. Zwar kann er die beste Zweikampfquote von allen Fortunen aufweisen, aber er brachte sich mit einigen Patzern um den verdienten Lohn. Kramer blieb nichts anderes übrig, als den erfahrenen Defensivakteur auf die Bank zu setzen. Zu allem Überfluss wurde noch Alexander Madlung verpflichtet, der für noch mehr Konkurrenz auf Strohdieks Position sorgt. 

Strohdiek patzt – Hoffer trifft gegen die Fortuna FOTO: dpa, ude fpt
  • Kaan Akca

Bereits unter Interimstrainer Taskin Aksoy feierte der Youngster seine Pflichtspielpremiere bei den Profis. Dass die Fortuna mit ihm plant, war aber schon beim Wintertrainingslager in Marbella 2015 zu erkennen: Er durfte mitfahren und den verletzten Christopher Avevor ersetzen. Der Profivertrag war eine logische Konsequenz – seitdem hat der Türke aber kein Glück: Aufgrund einer Achillessehnenreizung fehlt er seit Beginn der Saison, derzeit befindet er sich im Aufbautraining. Nun wurden sogar schon Gerüchte laut, dass das neue Trainerteam nicht mit ihm in der ersten Mannschaft plane.

Das ist Kaan Akca FOTO: Falk Janning
  • Christian Gartner

Für ihn ist es besonders unglücklich gelaufen: Unter Kramer kehrte auf der Sechser-Position bisher keine Ruhe ein, der talentierte Gartner hätte sicherlich auch eine Chance erhalten. Allerdings muss der Österreicher immer wieder zwangspausieren: Der Außenbandriss am Sprunggelenk aus dem Februar 2015 traf ihn besonders schwer, 15 Partien verpasste er deswegen. Nun hat er wieder Probleme mit dem Sprunggelenk, was bedeutet: bisher keine Einsatzminuten in der Saison 15/16 in der ersten Mannschaft.

Fotos: Gartner knickt um und verletzt sich schwer FOTO: Screenshot Sky
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