| 13.18 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Das wäre ein ganz wichtiger Sieg gewesen"

Bellinghausen sieht Gelb nach Rudelbildung
Bellinghausen sieht Gelb nach Rudelbildung FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Remis gegen den 1. FC Nürnberg ließ fast alle Beteiligten ein wenig unzufrieden zurück. "Wenn man den Spielverlauf zu Grunde legt, müssen wir unzufrieden sein", analysierte Christopher Avevor nach der Partie. Von Christoffer Kleindienst

Es hätte alles so schön sein können. Die Fortuna war in einem umkämpften Spiel glücklich in Führung gegangen, danach zeigte das Team aber eine gute Leistung in der heimischen Arena und hätte sogar auf 2:0 erhöhen können. Acht Punkte Vorsprung hätten die Fortunen damit auf den Relegationsplatz gehabt, selbst bis zum Siebtplatzierten 1. FC Kaiserslautern wären es nur fünf gewesen. Es kam aber nicht so: Niclas Füllkrug erzielte den späten Ausgleichstreffer und besiegelte damit das 1:1-Endergebnis.

 

Schlecht ist dieses Resultat gegen den "Club", der nunmehr zwölf Ligaspiele in Folge ungeschlagen ist, nicht. Die Konkurrenz aus dem Tabellenkeller wurde auf Distanz gehalten, die Fortuna hat weiterhin Kontakt zu den Plätzen im unteren Mittelfeld der Tabelle. Dennoch fiel es den Düsseldorfern kurz nach der Partie schwer, sich dieses Remis schmackhaft zu machen. "Aus diesem Spiel gehen wir mit gemischten Gefühlen", erklärte Torschütze Kerem Demirbay: "Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und alles in die Waagschale geworfen."

Teamkollege Avevor analysierte die Partie ähnlich. "Wenn man den Spielverlauf zu Grunde legt, müssen wir unzufrieden sein. Auf der anderen Seite ist es okay, gegen eine Top-Mannschaft einen Punkt zu holen", sagte der Sechser, der sich selbstkritisch zeigte: "Wir hätten auch in der Schlussphase das 1:0 über die Bühne bringen müssen, das wäre ein ganz wichtiger Sieg gewesen." Auch Sercan Sararer wirkte enttäuscht, als er davon sprach, dass es ein wenig schade sei, "dass wir die Chance zum 2:0 nicht nutzen, dafür wurden wir dann mit dem 1:1 bestraft." Aber negativ fiel auch seine Analyse nicht aus: "Dennoch können wir mit dem Punkt leben. Es hat wohl kaum jemand damit gerechnet, dass wir aus den letzten beiden Spielen vier Zähler holen. Das ist sehr wichtig für die Moral, aber auch der Lohn für die harte Arbeit, die wir täglich im Training leisten."

In der zweiten Halbzeit waren zwar die Gäste die optisch dominierende Mannschaft, wirklich gefährlich wurde es zumeist vor dem Gehäuse von "Club"-Keeper Raphael Schäfer. Die beste Chance der Hälfte vergab Nikola Djurdjic, der mit seinem Lupfer freistehend am glänzend reagierenden Torhüter scheiterte. "Die zweite Halbzeit hat mich sehr erfreut, weil unsere Mannschaft nie aufsteckt und immer versucht, ein Tor zu erzielen. Bis auf die Ausnahme des Konters, durch den die Fortuna mit 2:0 hätte in Führung gehen können, waren wir die bessere Mannschaft und hatten diesen Punkt verdient", sagte Nürnberg-Coach René Weiler, der auch nicht ganz glücklich mit dem Remis wirkte. Eigentlich gab es nur eine Person, die sich am Montagabend fast rundum zufrieden präsentierte: Marco Kurz. "Es war für uns ein ganz wichtiger Punktgewinn gegen eine klasse Mannschaft aus Nürnberg", sagte der Fortuna-Trainer voller Überzeugung. Mit ein wenig Abstand dürften es vielen Fortunen genauso sehen.

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