| 17.01 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortunas Serie reißt in Heidenheim

Reaktionen: "Wir müssen das jetzt abhaken"
Reaktionen: "Wir müssen das jetzt abhaken"
Beim 1. FC Heidenheim musste Fortuna Düsseldorf die erste Niederlage der Saison einstecken. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel liefert beim 0:2 (0:0) eine durchwachsene Vorstellung ab. Michael Rensing kassiert ein Traumtor aus der Distanz. Von Bernd Jolitz, Heidenheim

Am fünften Spieltag der Zweitliga-Saison hat es auch die Fortuna erwischt. Mit dem 0:2 in Heidenheim kassierte sie die erste Niederlage der Spielzeit – und die war ausgesprochen bitter. Das Team von Trainer Funkel hatte genügend Chancen, die drei Punkte selbst einzufahren, blieb aber im Abschluss zu harmlos. "Das Fazit fällt mir nicht leicht. Mit der Leistung meiner Mannschaft war ich sehr zufrieden, sie war besser als gegen Fürth, und da haben wir 1:1 gespielt. Jetzt könnte man fast sagen: Da spiele ich lieber schlecht und hole einen Punkt", sagte Funkel. Die Schlappe kommt zur Unzeit, folgen doch am Dienstag und Freitag die schweren Partien gegen den VfL Bochum und bei Eintracht Braunschweig, so dass die englische Woche die Düsseldorfer in der Tabelle zurückwerfen könnte.

 

Viel hätte nicht gefehlt, und die Gäste wären bereits nach 140 Sekunden in Führung gegangen. Ihlas Bebou zog nach einem zu kurz abgewehrten Eckball von Axel Bellinghausen direkt ab, FCH-Torhüter Kevin Müller sah den Ball sehr spät. Er erwischte ihn aber gerade noch mit dem linken Fuß und verhinderte so das 0:1, das bestens in die stürmische Anfangsoffensive Fortunas gepasst hätte.

Fortuna nimmt den Fuß vom Gaspedal

Den Schwung der ersten zehn Minuten konnte die Funkel-Elf freilich nicht über den Rest der ersten Hälfte transportieren. Fortuna nahm den Fuß vom Gaspedal, und Heidenheim nutzte das dazu, sich zu sortieren und allmählich ins Spiel zu finden. Zwar kamen die Düsseldorfer bis zur Pause dennoch auf ein beachtliches Eckball-Verhältnis von 7:2, doch ganz klare Chancen resultierten daraus mit Ausnahme eines gelungenen Kopfballs von Oliver Fink nicht mehr. Die gab es schon eher auf der Gegenseite zu sehen, als Michael Rensing in der 43. Minute gegen den allein durchgelaufenen Sebastian Griesbeck glänzend parierte und sich kurz darauf auch bei einem Distanzschuss Marcel Titsch-Riveros auf dem Posten zeigte.

Es ging folglich mit einem 0:0 in die Pause, das die 11.100 Zuschauer zwar nicht von den Sitzen riss, aber auch nicht langweilte. Unter dem Strich waren beide Deckungsreihen schlichtweg zu wachsam, um große Offensivszenen zuzulassen. Aus Düsseldorfer Sicht war das allein schon ein positiver Aspekt, hatte Funkel doch seine Vierer-Abwehrkette umstellen müssen: Julian Koch machte seine Sache als Vertreter des verletzten Rechtsverteidigers Julian Schauerte indes ordentlich.

Eine Niederlage der überflüssigen Sorte

Zur Begrüßung der Fortuna-Ultras, deren Bus im Stau steckengeblieben war und die deshalb erst zur zweiten Hälfte ins Stadion kamen, zogen beide Teams das Tempo wieder an. Nach einem Angriff über Bellinghausen konnte Mathias Wittek gerade noch in höchster Not vor Rouwen Hennings klären, ehe Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer Rensing mit einem Heber fast von der Mittellinie beinahe überrascht hätte. Noch dichter am Treffer waren Lukas Schmitz und Bebou in der 53. Minute, doch Müller bewahrte die Platzherren vor dem Rückstand.

Die Partie stand auf Messers Schneide, und mehr und mehr zeichnete sich ab, dass sie durch einen "Lucky Punch" entschieden würde. Und genau einen solchen Glücksschuss landete der 1. FC Heidenheim 20 Minuten vor dem Ende. Kapitän Fink verlor den Ball im Mittelfeld, Tim Kleindienst setzte zu einem Schuss an, den Rensing problemlos pariert hätte – wenn ihn nicht Alexander Madlung abgefälscht hätte. Fast eine Kopie des ersten Gegentores dieser Saison durch den Sandhäuser Korbinian Vollmann.

Als dann nach Fink auch noch eine zweite Säule des Funkel'schen Systems patzte, war das Spiel gelaufen. Rensing kam nach einem weiten Ausflug nicht rechtzeitig in seinen Kasten zurück, und diesmal setzte ihm Schnatterer einen Weitschuss ins Netz. 0:2 – eine Niederlage der höchst überflüssigen Sorte.

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