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| 22.16 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Die Trainerfrage stellt sich nicht"

Fortuna - Würzburg: Einzelkritik
Fortuna - Würzburg: Einzelkritik FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf verhinderte den Super-Gau durch ein Tor in der 90. Minute. Gegen Würzburg retteten die Flingerner beim 1:1 noch einen Punkt. Trotzdem hingen die Köpfe. Julian Schauerte sprang Trainer Friedhelm Funkel zur Seite. Von Jan Dobrick

"Die Trainerfrage stellt sich nicht", betonte der Rechtsverteidiger, der kurz zuvor mit seinem Treffer für den schmeichelhaften Punkt gesorgt hatte. Der Satz kam wie aus der Pistole geschossen. In Düsseldorf vertrauen sie dem Feuerwehrmann, der in der vergangenen Saison für die Rettung des Klubs verantwortlich war. Doch auch der unkaputtbare Funkel muss sich etwas einfallen lassen, wenn es in dieser Spielzeit mit dem Klassenerhalt klappen soll. Immerhin verhinderte Schauerte mit seinem Treffer, dass die Rot-Weißen auf den Relegationsplatz abrutschten.

"Die Zuschauer waren sensationell"

Die Leistung im Abstiegsduell war miserabel. So miserabel, dass selbst Funkel, der sich eigentlich immer vor sein Team stellt, bei der Pressekonferenz deutlich wurde: "Das war wahrlich kein gutes Spiel. Ich bin von dem Auftritt meiner Mannschaft enttäuscht. Wir waren von der ersten Minute an sehr nervös, haben Fehler gemacht und keine Sicherheit gefunden." Die Würzburger dagegen zeigten eine engagierte Leistung, belohnten sich aber nicht dafür. "Wir mussten im Spiel früh auf eine Dreierkette in der Abwehr umstellen, haben dann aber kaum etwas zugelassen, den Weg nach vorne gesucht und einen beherzten Auftritt hingelegt", resümierte Trainer Bernd Hollerbach.

"Das war ganz, ganz schwach"

Der Übungsleiter sprach den besten Düsseldorfern ein Lob aus: "Meine Mannschaft ist beherzt aufgetreten und hat sich von der Kulisse nicht beeindrucken lassen. Die Zuschauer hier in Düsseldorf sind sensationell. Am Ende ist es nur ein Punkt geworden, das müssen wir so hinnehmen." 27.192 Fans kamen in die Esprit-Arena. Als die Mannschaft taumelte, sorgten die Anhänger zumindest für ein wenig Halt. Auch die Choreographie vor der Partie war beeindruckend. Die Abstiegsangst konnten die Fortuna-Profis über die gesamten 90 Minuten dennoch nicht abschütteln.

Hennings kritisiert Funkel auch nicht

"Wir haben uns schon mehr erhofft, das ist klar – aber wir haben kein gutes Spiel gemacht. Wir hatten wenig Chancen, waren nie gefährlich. So müssen wir am Ende glücklich mit dem Punkt leben", analysierte Sechser Adam Bodzek. Linksverteidiger Lukas Schmitz versuchte dagegen, die vorsichtige Spielweise zu erklären: "Wir wollten nicht von Anfang an ins offene Messer laufen, jeder kann schließlich die Tabelle lesen. Das darf aber keine Ausrede für unser Spiel sein."

 

Die Flingerner wurden von dem schlechtesten Rückrunden-Team der 2. Bundesliga dominiert. Und nach 86 Minuten schien die Partie gelaufen, als Lukas Fröde das 1:0 für die Gäste erzielte. Dann schoss Schauerte einen Freistoß Richtung Kickers-Tor. Tatsächlich segelte das Leder über Spieler und Torwart Jörg Siebenhandl hinweg in den Kasten.

"Scheißegal, wer das Tor gemacht hat – der Punkt ist wichtig. Ich hätte den Treffer gerne gegen drei Zähler eingetauscht", sagte ein enttäuschter Schauerte in den Katakomben. Und auch beim eingewechselten Rouwen Hennings regierte die Enttäuschung: "Es ist uns im Spiel über die 90 Minuten recht wenig eingefallen, um die defensiv angetretenen Würzburger zu stellen." Auch der Angreifer, der erst im zweiten Durchgang aufs Feld kam, wollte Funkel nicht kritisieren: "Dass ich nicht spiele, hat der Trainer eben so entschieden", sagte der 29-Jährige.

 
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