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Fortuna Düsseldorf
Fortunas Wege werden kürzer

Fortuna macht sich auf den Weg nach Fürth
Fortuna macht sich auf den Weg nach Fürth FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Durch den Abstieg des TSV 1860 München entfällt künftig die längste Auswärtsfahrt für Team und Fans von Fortuna Düsseldorf. Insgesamt müssen Allesfahrer aber trotz der Rückkehr von Nachbar Duisburg stolze 13.254 Kilometer zurücklegen. Von Bernd Jolitz

Hasan Ismaik hat in den vergangenen Wochen für mehr Wirbel gesorgt als die meisten Fußball-Funktionsträger in einem ganzen Leben. Während der jordanische Investor des TSV 1860 München mit seiner verweigerten Lizenz-Bürgschaft den Absturz der "Löwen" in die viertklassige Regionalliga auslöste und anschließend mit seiner Klage-Androhung gegen das 50+1-Gesetz des DFB keinen Stein auf dem anderen ließ, hat das Scheitern seines vollmundigen Münchner Projekts für Zweitligist Fortuna eine sehr profane Folge: Für die Düsseldorfer und ihre Fans entfällt mit dem Abstieg der Münchner die längste Auswärtsfahrt der Saison.

Stolze 618 Kilometer waren in den vergangenen Jahren stets zwischen Esprit- und Allianz-Arena zurückzulegen, logischerweise dann noch einmal dieselbe Strecke zurück. In der neuen Saison liegt nun die Partie bei Dynamo Dresden an der Spitze der weitesten Auswärts-Distanzen, wobei die Tour ins DDV-Stadion mit 587 Kilometern allerdings pro Strecke nur zehn Stadionrunden länger ist als jene in die Alte Försterei zu Union Berlin (siehe Grafik). Grundlage der Berechnung sind dabei die Straßenkilometer auf der schnellsten Strecke.

Unterm Strich sparen die "Allesfahrer", von denen es unter den Fortuna-Anhängern sehr viele gibt, in der Ende Juli beginnenden neuen Saison gegenüber der zurückliegenden 330 Kilometer ein. Dafür ist in erster Linie die Rückkehr des MSV Duisburg verantwortlich, denn durch den Wiederaufstieg der "Zebras" gibt es für Fortuna wieder sechs statt zuvor vier Westderbys - gegen Bielefeld, Bochum und eben den MSV. Das schont den Geldbeutel der Fans, nicht unbedingt jedoch die Nerven der Polizei in NRW.

Was die Bundesländer anbelangt, ist das heimische dennoch nicht das Top-Reiseziel. Während Busfahrer Jens Minhorst Fortunas Gefährt nur dreimal in NRW belässt, geht es viermal nach Bayern. Wobei Franken (Fürth, Nürnberg) und Oberpfälzer (Regensburg) sich eher ungern unter diesen Oberbegriff einreihen lassen. Ein Comeback auf den Navigationsgeräten feiert Schleswig-Holstein: Die 488 Kilometer ins Holstein-Stadion von Kiel nahm Fortuna zuletzt im Mai 2007 in Angriff. 18 Monate zuvor wurde die Ostsee-Tour wegen des nächtlichen Schneechaos zum großen Abenteuer. Wann diesmal wo gespielt wird, wird der Spielplan zeigen, der am 29. Juni veröffentlicht wird.

Quelle: RP
 
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