| 14.42 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Nuhr: "Fortuna ist wie Herpes"

Fortuna Düsseldorf: Dieter Nuhr spricht bei Markus Lanz über das Leiden als Fan
Bei Kabarettist Dieter Nuhr ist die Verbitterung über die Saison der Fortuna groß. FOTO: Screenshot/ZDF
Düsseldorf . Dieter Nuhr hat es nicht leicht. Der Kabarettist ist Fan von Fortuna Düsseldorf. Und das tut gerade besonders weh. Am Mittwochabend saß er bei Markus Lanz, sprach über den abstiegsgefährdeten Klub und verglich ihn mit einer "unheilbaren Krankheit".

So ein Verein sei ja ein "genetischer Defekt". Einen Klub wie Fortuna würde sich keiner aussuchen, sagte Nuhr. Das könne er sich nicht vorstellen. "Das machst du nicht freiwillig. Das ist irgendwann über dich gekommen wie eine unheilbare Krankheit, und dann bleibt das", erklärte der leidensfähige 55-Jährige.

 

"Fortuna ist wie Herpes. Man hat es, das kommt wieder und man ärgert sich", sagte Nuhr – und fummelte an seinen Lippen herum, was das Bild, das er in den Köpfen erzeugte, verstärkte. Gerade sei es wieder besonders ärgerlich, die Verbitterung groß. Das sagte er zwei Tage bevor die Fortuna die Punkte beim Abstiegsgipfel in Duisburg verstolperte. 

Die Düsseldorfer hätten den Klassenerhalt zwar in der eigenen Hand, man habe aber schon "das Gefühl, dass sie Handamputierte sind", erklärte Nuhr der Runde, in der unter anderem Moderatorin Anna Kraft, "Germany's Next Topmodel"-Juror Thomas Hayo oder Ex-Bayern-Profi Rainer Zobel saßen. "Wenn man mit dem Verein aufwächst, kann einen im Leben nicht mehr wirklich was erschüttern." 

Über weite Strecken habe man in dieser Saison das Gefühl, dass es die Spieler viel besser könnten, wenn halbwegs professionell gearbeitet würde, betonte Nuhr. Doch sobald die Düsseldorfer ein bisschen Erfolg hätten, kämen "die gesammelten Gebrauchtwagenhändler der Umgebung und würden Präsident werden wollen."

(jado)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fortuna Düsseldorf: Dieter Nuhr spricht bei Markus Lanz über das Leiden als Fan


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.