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| 17.20 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Drei Endspiele für Fortuna

Fortuna Düsseldorf: Drei Endspiele für Fortuna
Die Trainer Bernd Hollerbach (Würzburg) und Michael Köllner (Nürnberg) müssen mit ihren Teams beide noch gegen Fortuna spielen. FOTO: dpa, dka htf
Düsseldorf. Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel betonte zuletzt immer wieder, dass man noch zwei Siege brauche, um die Klasse zu halten. Mittlerweile sind nur noch drei Spiele übrig, die Düsseldorfer stehen unter Druck. Wir haben uns angeschaut, wie die kommenden Gegner so in Form sind. Von Jan Dobrick

Fortuna Düsseldorf wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg. Überhaupt konnten die Flingerner in der Rückrunde erst zwei von 14 Partien gewinnen. Zu Hause ist es sogar über ein halbes Jahr her, dass drei Punkte heraussprangen. Trotzdem ist noch alles drin. Fortuna steht mit 35 Zählern auf Tabellenplatz 14, hat den Klassenerhalt selbst in der Hand. Und auch der eine oder andere Konkurrent schwächelt. Ein Blick auf das Restprogramm.

  • 32. Spieltag gegen Würzburger Kickers

Bei Fortuna läuft es richtig mies. Da fällt es schwer zu glauben, dass andere Klubs noch weniger Zähler sammeln. Der nächste Gegner der Düsseldorfer spielt 2017 ebenfalls äußerst miserabel Fußball, dementsprechend gering ist die Punktausbeute in der Rückrunde: 14 Spiele, sechs Zähler, Tabellenplatz 15, der Höhenflug der Würzburger Kickers ist vorbei. In Aue war die Begegnung am vergangenen Sonntag nach 18 Minuten gelaufen, da stand es schon 0:3.

Die Frage ist nur: Kann auch Fortuna so variablen Offensivfußball spielen wie die Mannschaft aus dem Erzgebirge? Mit Rouwen Hennings fehlte zuletzt krankheitsbedingt der etatmäßige Stürmer. Die medizinische Abteilung hofft darauf, ihn gegen Würzburg auf den Platz zu kriegen. Den Gästen fehlt in der Esprit-Arena Linksverteidiger Peter Kurzweg gelbgesperrt. Bei den Düsseldorfern kehren André Hoffmann und Adam Bodzek zurück.

  • 33. Spieltag beim 1. FC Nürnberg

Die Nürnberger hätten am Wochenende fast den Tabellenführer geärgert, aber nur fast. Nach 33 Minuten stand es gegen den VfB Stuttgart 2:0, nach 90 Minuten dann 2:3. Das war schon eine couragierte Leistung der Mannschaft von Interimstrainer Michael Köllner, die mit 39 Punkten wohl den Klassenerhalt in der Tasche hat – bittere Niederlage hin oder her. Allerdings: Fortuna muss sich auch im Frankenland nicht verstecken.

Auch die "Clubberer" spielen in dieser Saison ein Spiel, das Fußball nur entfernt ähnelt. In Würzburg gab's am 30. Spieltag ein schmeichelhaftes 1:1, davor mühte man sich zu einem glücklichen 2:1 gegen Aue, das nicht zum Zunge schnalzen veranlasste. Aber zugegeben: Unter Köllner wurde es spielerisch etwas besser.

P.S.: Beim Heimspiel gegen den VfB sorgten die Nürnberger Ultras für einen Stimmungsboykott. Das Verhältnis zwischen der Vereinsführung und der Gruppierung wird als schwierig bezeichnet. Die rund 2000 mitgereisten Düsseldorfer Fans standen dagegen in Hannover wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft, präsentierten sogar zwei Choreographien. Sie sind eine wichtige Stütze im Abstiegskampf – und vielleicht das Zünglein an der Waage.

  • 34. Spieltag gegen Erzgebirge Aue

Aue ist in der 2. Bundesliga die Mannschaft der Stunde, holte unter Neu-Trainer Domenico Tedesco fünf Siege aus acht Spielen. Mit dem 3:1 gegen Würzburg zogen die Veilchen am Sonntag an der Fortuna vorbei auf Platz 13 (36 Punkte). Nicht wenige gehen davon aus, dass der Klub aus dem Erzgebirge am 34. Spieltag bereits gerettet sein wird. Das käme den Düsseldorfern ganz gelegen, die im Hinspiel nicht über ein torloses Unentschieden hinauskamen.

Nach der Hinrunde herrschte bei den Sachsen noch Alarmstufe Rot. Mäßige 13 Zähler hatte man auf dem Konto, die Fortuna war nicht mal mehr in Sichtweite. So schnell kann das im Fußball gehen. Aue vertraute nicht auf einen der üblichen Feuerwehrmänner der Branche, sondern legte das Team in die Hände eines 31 Jahre alten Trainer-Novizen, der nie selber Profi war. Sie dürfen sich nun gerne gegenseitig gratulieren.

 
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