| 18.14 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Kurz: "Unser Weg ist lang"

Fortuna - 1. FC Heidenheim
Fortuna - 1. FC Heidenheim FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf ist mit bester Laune in die Rest-Rückrunde gestartet. Nach der ernüchternden 0:1-Niederlage in einem lahmen Samstagskick blieb den Beteiligten nichts anderes übrig, als sich in Durchhalteparolen zu flüchten. Von Christoffer Kleindienst

Drei Torschüsse. Das war die Ausbeute beider Teams in einer Zweitliga-Partie. Während die Fortuna den Ball jeweils in Person von Kerem Demirbay und Ihlas Bebou auf das Tor vom 1. FC Heidenheim brachte, machten es die Gäste gleich richtig: Robert Leipertz nutzte einen Fehler von Julian Koch aus und versenkte aus 15 Metern ins lange Eck.

 

Wohlwollend konnte man von einem taktisch geprägten Spiel sprechen. Als Fußballfan musste man sich allerdings im Laufe der 90 Minuten ganz rational eingestehen, dass es eine unendlich langweilige Partie war. Die Fortunen ließen sich davon natürlich nicht beeinflussen, sagte doch Trainer Marco Kurz schon vor der Partie, dass Fehler in solch einer schwierigen Phase passieren werden. 

Und so fielen die Analysen nach der Partie moderat aus. "In der ersten Hälfte war es eine ausgeglichene Partie. Wir haben allerdings nicht die Entschlossenheit gezeigt, um dem Gegner Probleme zu bereiten. Dann haben wir uns ins Spiel hineingefressen und gegen eine defensiv gut arbeitende Heidenheimer Mannschaft Stück für Stück die Oberhand gewonnen. Dennoch mussten wir stets hellwach sein, da die Heidenheimer durch ihre Konter gefährlich sind. Das haben wir gut verteidigt", sagte Kurz.

Einzelkritik: Schmitz, Koch und Pohjanpalo mit mangelhafter Leistung FOTO: Falk Janning

"Defensiv gut gearbeitet"

Seine Schützlinge sahen es ähnlich. "Es war ein 50:50-Spiel mit unheimlich vielen Zweikämpfen. Beide Teams waren gut organisiert und konzentriert. Wir haben 90 Minuten lang Wille und Einsatz gezeigt, die Zweikämpfe angenommen und auch gesucht", erklärte Kapitän Karim Haggui, während Julian Schauerte sagte: "Beide Mannschaften standen gut, haben wenig zugelassen und wollten nicht zu viel riskieren. Je länger es 0:0 stand, desto unruhiger wurden wir. Dennoch haben wir defensiv gut gearbeitet und den Heidenheimern wenige Möglichkeiten gegeben."

Diesen Aussagen kann man nur schwer widersprechen. Allerdings ist Fortunas Spielweise, die auf defensive Kompaktheit beruht, kontraproduktiv, wenn sich die Mannschaft regelmäßig kapitale Fehler leistet. "Durch den ersten großen Fehler geraten wir in Rückstand. Dieser Spielverlauf ist natürlich extrem bitter", analysierte Kurz mit ruhiger Stimme. Durch den Patzer Kochs war die Fortuna plötzlich gezwungen, das Spiel zu machen – es war eine Herausforderung, der sie nicht gewachsen war. 

Der neue Stürmer Nikola Djurdjic, der nur allzu selten gefunden wurde, brachte das größte Dilemma auf den Punkt: "Wir müssen dahinkommen, dass wir Tore erzielen." So einfach lässt sich Fußball beschreiben. Weitaus schwieriger ist es aber, die Fans auf einen erhofften Erfolg zu vertrösten. Kurz blieb nichts anderes übrig, als auf Durchhalteparolen zurückzugreifen: "Wir sind enttäuscht über das Ergebnis, trotz allem bleiben die Köpfe oben. Die Mannschaft muss sich in einem Spiel steigern, das ist ihr gelungen. Unser Weg ist lang, wir werden weiter hart daran arbeiten, uns positive Ergebnisse zu verdienen."

Am kommenden Sonntag gibt es die nächste Möglichkeit. Da müssen die Düsseldorfer zum SC Freiburg.

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