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Fortuna Düsseldorf
Bomheuer: Und plötzlich Stammspieler

Porträt: Dustin Bomheuer: MSV, Fortuna, MSV
Porträt: Dustin Bomheuer: MSV, Fortuna, MSV FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf. Dustin Bomheuer absolvierte eine katastrophale Saison – bis zum 28. Spieltag. Im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern bekam er überraschend den Vorzug vor Bruno Soares. Gegen die Pfälzer zeigte er sich schon verbessert, gegen Ingolstadt überzeugte er restlos. Auch im kommenden Spiel wird er gesetzt sein.  Von Christoffer Kleindienst

Vor dem 13. April dieses Jahres war die Saison eine gebrauchte für Bomheuer. Acht Einsätze hatte er bis dahin auf dem Konto, bei fünf Spielen wurde er spät in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Und wenn er dann länger auf dem Platz stand, kam es knüppeldick für den Innenverteidiger: Gegen den Karlsruher SC kassierten die Düsseldorer ihre erste Niederlage der Saison, in Aalen die zweite und gegen Aue die fünfte. 

 

Wenig überraschend war, dass Bomheuer bei diesen Pleiten als Defensivspieler nicht gut ausschaute. Das Tüpfelchen auf dem "i" dieser für ihn miesen Spielzeit war die Bekanntgabe des Vereins, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert werde. 

"Niemals hängen gelassen"

Im Nachhinein darf es aber ironischerweise als Startschuss für einen Neuanfang Bomheuers gelten. Der 24-Jährige trainierte weiterhin gut mit und wurde von Interimstrainer Taskin Aksoy entsprechend belohnt: Er durfte gegen Kaiserslautern von Anfang an spielen. Mit Jonathan Tah bildete er die Innenverteidigung, Adam Bodzek spielte im defensiven Mittelfeld – Teamkollege Bruno Soares war gar nicht erst im Kader.

Bis auf eine Unachtsamkeit in der Anfangsphase der Partie, die direkt zum Gegentor führte, spielte Bomheuer seinen Part souverän herunter. Das überzeugte auch den Trainer. "Dustin wird definitiv spielen. Er hat sich – zumindest seitdem ich Trainer bin – nie im Training hängen lassen. Ganz im Gegenteil", so Aksoy und stellte dem viel gescholtenen Innenverteidiger eine Einsatzgarantie aus. Mit Erfolg: In Ingolstadt lieferte er seine beste Saisonleistung ab.

Auch gegen 1860 dabei

Es reichte nicht zum Punktgewinn, jedoch wird Bomheuer einen neuen Versuch am kommenden Samstag starten können. Dann trifft die Fortuna auf 1860 München, der 1,93-Meter-Hüne wird sich seinen Platz in der Innenverteidgung vorerst gesichert haben. 

Bodzek wird nach seiner Roten Karte gegen Ingolstadt fehlen, dafür Tah in die Viererkette zurückkehren. Bruno Soares hat den Kampf um den Startelfplatz erstmal verloren. Bomheuers Vorspielen für andere Vereine hat also gerade erst begonnen.

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