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Fortuna Düsseldorf
Ein Testspiel zum Vergessen

Testspiel: Fortuna - FK Pribram
Testspiel: Fortuna - FK Pribram FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat das erste Testspiel in der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison 2015/16 verloren. Das 0:3 gegen den FK Pribram hat den Düsseldorfern spielerisch gar nichts gebracht. Dennoch sagt Trainer Frank Kramer nach der Partie: "Wir können einiges aus dieser Partie ziehen." Von Christoffer Kleindienst

Als der Schauer einsetzte und das Spielfeld unter Wasser stand, war klar, dass die Partie gegen den tschechischen Erstligisten so ziemlich für die Katz sein würde. Die Fortunen, die bereits im Winter-Trainingslager dabei waren, ahnten es vermutlich auch. Damals spielten die Düsseldorfer gegen Grasshopper Zürich, das Spiel ging unter identischen Bedingungen ebenfalls 0:3 verloren.

Fußball war damals und auch am Mittwoch nahezu nicht möglich. Viele Automatismen der Profis funktionierten einfach nicht. Dribblings, flache Pässe oder zu schnelle Richtungswechsel waren unmöglich. Im Vorteil waren diejenigen, die sich nicht auf ihren antrainierten Instinkt verließen und sich den Bedingungen bestmöglich anpassten. 

Team braucht Spielpraxis und Selbstvertrauen

Die Fortuna hätte sicherlich effektiver spielen können. Zum Beispiel die Pässe vermehrt hoch an den Mann bringen oder die Eins-gegen-Eins-Situationen in der Offensive gar nicht erst annehmen. Damit wäre möglicherweise ein besseres Ergebnis herausgesprungen. Allerdings wäre das Testspiel an sich dann vollkommen ad absurdum geführt worden. 

Die deutliche Niederlage ist damit umso bitterer, da das erste von drei wirklich ernstzunehmenden Testspielen fast nichts eingebracht hat. Das Team von Trainer Kramer hat immer mindestens drei Zugänge in der Startelf, es braucht dringend Spielpraxis – von dem nötigen Selbstvertrauen mal abgesehen. Somit werden die Partien gegen Dynamo Kiew (Freitag, 18 Uhr, Live-Ticker) und Feyenoord Rotterdam (Sonntag, 16 Uhr, Live-Ticker) umso wichtiger. 

Schauerte und Bodzek agieren unglücklich

Kramer hingegen wollte die Platzbedingungen nicht als Ausrede gelten lassen: "Wir haben die Bedingungen erst im zweiten Durchgang angenommen und uns reingebissen, dann hatten die Tschechen auch direkt keine Torchancen mehr. Die erste Halbzeit war einfach richtig schwach." Er legte sogar noch nach. "Die erste Garde muss sich Gedanken machen, sonst schnappt sich ein anderer den Platz. Die Tür steht sperrangelweit offen", so der Coach. 

Tatsächlich agierten ein paar Fortunen besonders unglücklich auf dem durchtränkten Rasen. Julian Schauerte wurde gleich mehrfach auf seiner rechten Seite überlaufen. Aus einer dieser Situationen entstand dann auch das zwischenzeitliche 0:2. Ebenso ungünstig war das Foul von Teamkollege Adam Bodzek, der den Ball nicht klären konnte und danach den entwischten Stürmer nur noch regelwidrig stoppen konnte. Daraus resultiert dann das (sehenswerte) dritte Gegentor. 

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