| 18.32 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Eine Schießbude, zwei Fixpunkte und 186 Mal Kapitän Lambertz

Fotos: Andreas Lambertz wird von den Fans gefeiert
Fotos: Andreas Lambertz wird von den Fans gefeiert FOTO: Falk Janning
Düsseldorf, davon ka,men. Mit seinen Paraden sichert sich Keeper Michael Rensing in einer schwachen Partie von Fortuna Düsseldorf gegen 1860 München (1:1) den Titel "Spieler des Spiels". Zu "null" konnte er trotzdem wieder nicht spielen. Diese und weitere Fakten in unserer Fortuna-Nachspielzeit.  Von Christoffer Kleindienst
  • Keeper schlägt Ikone

Mit starken Paraden in der Schlussviertelstunde gelang es Michael Rensing, "Comebacker" Andreas Lambertz auf den zweiten Platz im Ranking des "Spieler des Spiels" zu verweisen. Torschütze Michael Liendl bekam derweil deutlich weniger Stimmen.

 
  • Konstant, konstanter, Rensing

Nicht nur im Spiel gegen München zeigte der Keeper eine gute Leistung. In den vergangenen Wochen brachte er immer die konstantesten Leistungen des Teams. Zwar kassierten die Düsseldorfer in den vergangenen fünf Spielen gleich neun Gegentreffer, die Quote Rensings ist dennoch überragend: In den Partien kamen die Kontrahenten auf 84 Torschüsse. Das bedeutet, dass lediglich jeder neunte Versuch im Tor landete. 

  • Absteiger und Schießbude Fortuna

Viel wurde in den vergangenen Wochen über die Leistungsschwankungen der Fortuna berichtet. Zusammenfassend kann man nun, nachdem acht von neun Partien des 30. Spieltags absolviert wurden, sagen: Die Rückrunde ist gründlich in die Hose gegangen. Diesen Eindruck bestätigt auch die Rückrunden-Tabelle. Fortuna rangiert dort auf dem Relegationsplatz, zudem hat sie die meisten Gegentreffer hinnehmen müssen (24). 

  • Eine erste Halbzeit zum Vergessen

Die ersten 45 Minuten der Fortuna gehörten sicherlich zu den schwächsten Halbzeiten der Saison: Die Düsseldorfer agierten pomadig und ideenlos, die Zahlen bestätigen das: Nur drei Torschüsse spielten sie heraus, über 55 Prozent der Zweikämpfe verloren sie. Besonders schlecht schnitt übrigens Axel Bellinghausen ab, der nur drei seiner neun Duelle gewann. In der zweiten Halbzeit sah das schon ganz anders aus. Gleich sieben Torschüsse gab das Team ab, die Zweikampfquote lag nach Ende der zweiten Halbzeit über 50 Prozent. Und zur Vollständigkeit halber: Auch Bellinghausen gewann nach der Pause die Mehrzahl der Zweikämpfe.

  • Fixpunkt I

Ein absoluter Bezugspunkt beim Spiel der Fortuna war Dustin Bomheuer. Das ist eine gute Neuigkeit für den Spieler selber, allerdings stehen die Zahlen des Innenverteidiger für die Ideenlosigkeit im Spiel der Düsseldorfer. Er spielte insgesamt 63 Pässe (davon kamen 54 an) – damit lag er knapp vor Abwehrkollege Jonathan Tah an der Spitze. Passenderweise hatte er auch am meisten Ballbesitz zu verzeichnen, mit 77 Ballkontakten konnten selbst Michael Liendl (71) oder Tugrul Erat (71) nicht mithalten. 

  • Fixpunkt II

Auf Seiten der Gäste war der Torschütze Daniel Adlung geradezu wortwörtlich omnipräsent: Er gab die meisten Torschüsse des Teams ab (3), hatte die meisten Ballkontakte (81), gewann die meisten Zweikämpfe (17), sprintete am häufigsten (37) und spulte auch die längste Laufdistanz ab (12,13 km). Hut ab. 

  • Kapitän Lambertz

Am Samstag war es mal wieder so weit: Lambertz durfte die Fortuna als Kapitän auf das Spielfeld führen. Früher gehörte das zur Normalität, mittlerweile ist es Rarität geworden. Im November vergangenen Jahres hatte er dieses Gefühl bis dato zum letzten Mal genießen dürfen. In 334 Spielen für die Fortuna war er sage und schreibe 186 Mal Kapitän und stand zeitgleich in der Startelf. Im Sommer verlässt er den Verein, so häufig wird es also nicht mehr vorkommen.

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