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Fortuna Düsseldorf
Iyohas Debüt: Dankbar, aber auch gefrustet

Fortuna Düsseldorf: Emmanuel Iyoha ist dankbar, aber auch gefrustet
Emmanuel Iyoha (r.) konnte gegen Leipzig nicht groß auffallen. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Keinen Sieg gab es für Fortuna Düsseldorf bei RB Leipzig, dafür aber gleich zwei Pflichtspiel-Debüts: Während Zugang Alexander Madlung erste Spielminuten im neuen Dress sammelte, durfte auch Emmanuel Iyoha erstmals in der Liga für die Fortuna auflaufen. Letzterer war dankbar für die Chance – aber auch enttäuscht.  Von Christoffer Kleindienst

In der 80. Minute war es so weit: Iyoha zog sich sein Trikot über und wurde wenig später eingewechselt. Viele Fans der Fortuna hatten lange auf diesen Moment gewartet. Bereits in der Saison-Vorbereitung durfte der Youngster mit dem Profiteam trainieren, bei dem ein oder anderem Testspiel bekam er auch seine Einsatzminuten. Dabei machte er einen so guten Eindruck, dass der Profivertrag über vier Jahre, den Iyoha vor wenigen Tagen unterschrieb, keine große Überraschung war. 

Am zwölften Spieltag konnte er dann also ganz offiziell Pflichtspielminuten sammeln und kam für den enttäuschenden Mike van Duinen in die Partie. "Ich habe mich natürlich gefreut, dass der Trainer mich da noch einmal reingeschmissen hat", sagte Iyoha nach dem Spiel. Viel ausrichten konnte er letztlich aber nicht, in den rund zehn Minuten konnte Iyoha weder die 1:2-Niederlage abwenden, noch groß auffallen. Mit erfrischend rationalen Aussagen sammelte er aber immerhin in der Mixed Zone Pluspunkte: "Wir sind zurückgekommen, haben aber leider den Ausgleich nicht mehr geschafft – das ist ärgerlich."

Iyoha ist Fortunas Zukunft

Für die kommenden Monate und vor allen Dingen Jahre könnte sich der 18-Jährige zu einem wichtigen Faktor bei der Fortuna entwickeln. Die Düsseldorfer Fans lechzen nach einer Identifikationsfigur im Verein, die aus der eigenen Jugend kommt. Iyoha ist diesbezüglich zusammen mit Ihlas Bebou ein Hoffnungsschimmer – Chancen, diese vakante Position zu erfüllen, hat er allemal. 

Der Stürmer hat nämlich die dafür passenden Anlagen: Er ist ungemein dribbelstark, hat eine ausgezeichnete Technik und den nötigen Torriecher. Bisher ist er zwar noch ein wenig verspielt, aber solche Probleme nimmt jeder Trainer eines jungen Spielers gerne in Kauf. Die derzeitige sportliche Krise des Teams könnte zudem Iyohas Chance sein: Van Duinen konnte als Flügelspieler nicht überzeugen, Bebou ist nach seiner Fußverletzung noch nicht bei 100 Prozent. Mathis Bolly fehlte in Leipzig komplett, Axel Bellinghausen arbeitet auf ein Comeback hin.  

 

Gegen den 1. FC Nürnberg im DFB-Pokalspiel am kommenden Dienstag kann er somit auf weitere Einsatzminuten hoffen. Die richtige Einstellung bringt er sicherlich mit. Das bewies er nach der Niederlage gegen RB: "So sehr mich auch gefreut hat, dass ich eingewechselt wurde – es bleibt Scheiße, zu verlieren." Recht hat er.

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