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| 11.42 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Iyoha kämpft mit Knie und Konkurrenz

Iyoha kann das Training nicht beenden
Iyoha kann das Training nicht beenden FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Für Emmanuel Iyoha verläuft die Vorbereitung auf die neue Saison schmerzhaft. Dem Sturm-Talent von Fortuna Düsseldorf macht eine Innenbanddehnung zu schaffen. Zudem verpflichtete der Zweitligist in Havard Nielsen einen Konkurrenten. Von Jan Dobrick

Nicht ganz ein Jahr ist es her, da stand Iyoha zum Saisonauftakt in der Startelf. Das Eigengewächs durfte sich gleich am ersten Spieltag beweisen, im Auswärtsspiel beim SV Sandhausen. Das lief so lala. Gegen die kantigen Innenverteidiger Daniel Gordon und Tim Kister sah Iyoha kaum einen Stich. Nach 61 Minuten durfte sich dann Maecky Ngombo versuchen – ebenfalls erfolglos.

Iyoha muss robuster werden

Den Heimsieg gegen den VfB Stuttgart sah Iyoha bereits von der Bank. Er bekam danach Konkurrenz: Rouwen Hennings, mittlerweile fest verpflichtet, wurde vom FC Burnley ausgeliehen. Als die Kollegen am 3. Spieltag nach Kaiserslautern fuhren, spielte Iyoha für die zweite Mannschaft in Rödinghausen.

Er müsse robuster werden, um sich im Männerfußball durchzusetzen, sagte Trainer Friedhelm Funkel im Winter-Trainingslager auf Malta. Der junge Düsseldorfer ließ sich nicht entmutigen, traf im Testspiel gegen die Rumänen aus Craiova oder beim Telekom Cup gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach.

Das Talent erlebte eine Saison auf der Achterbahn. Am Ende kam der 19-Jährige auf 17 Spiele und 389 Minuten. Ein Tor gelang ihm nicht. Der Höhepunkt sollte aber noch folgen: die U20-WM in Südkorea. In der Gruppenphase traf Iyoha beim 3:2 gegen Vanuatu. 171 Minuten gab ihm Trainer Guido Streichsbier bis zum K.o. im Achtelfinale gegen Sambia. Iyoha konnte trotzdem zufrieden sein, kam mit einem Lächeln auf den Lippen nach Düsseldorf zurück.

Mittlerweile schaut er etwas skeptischer drein. Eine Innenbanddehnung im linken Knie, die er sich schon vor dem Trainingslager in Maria Alm zugezogen hat, kostet ihn wertvolle Minuten mit dem Team. Und nicht nur das, so eine Innenbanddehnung kann auch verdammt wehtun. In Maria Alm musste Iyoha das Mannschaftstraining mit schmerzverzerrtem Gesicht abbrechen und zunächst individuell arbeiten. Es könnte durchaus besser laufen.

Es bleibt wohl nur die Jokerrolle

Dass in Nielsen am Samstag gleich noch ein Stürmer vom SC Freiburg verpflichtet wurde, stärkt seine Position nicht gerade. Iyoha ist hinter Hennings und Nielsen nur noch Angreifer Nummer drei. Zudem hat er körperlich Aufholbedarf. Der Saisonstart (31. Juli) gegen Braunschweig rückt immer näher. Dass Iyoha wieder von Beginn an auf dem Rasen stehen wird ist, nicht nur unwahrscheinlich, es ist nahezu ausgeschlossen.

Das ist Emmanuel Iyoha FOTO: Falk Janning

Doch wo gibt es überhaupt Einsatzchancen für den U20-Nationalspieler? Im Sturmzentrum eher nicht, den Platz hat Hennings abonniert. Nielsen könnte daneben als hängende Spitze oder offensive Flügelkraft auflaufen. "Nach einigem Verletzungspech in den letzten Jahren ist es für mich vor allem wichtig, wieder zu spielen", sagte der 24 Jahre alte Norweger. Und da darf man sich sicher sein: Nielsen wird Spielzeit erhalten, um wieder in den Rhythmus zu kommen.

Und auf den Flügeln? Da dürften ebenfalls andere die Nase vorn haben. Bleibt Ihlas Bebou den Fortunen erhalten, dann hat er auch die besten Chancen. Und auf der linken Seite könnte Niko Gießelmann, aus Fürth gekommen, den Raum vor Linksverteidiger Lukas Schmitz bekommen, um sich auszutoben. Auch Klub-Legende Axel Bellinghausen ist noch mit in der Verlosung. 

Iyoha bleibt wohl zunächst nur die Jokerrolle, um sich bei Funkel zu empfehlen. Das könnte ihn in seiner Entwicklung ein wenig bremsen. Aber ein Klub, der sich zum Ziel gesetzt hat, in naher Zukunft aufzusteigen, kann wohl auch nicht allzu viele Experimente wagen.

 
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