| 07.18 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Drei Offensivtalente für Fortuna

Das ist Emmanuel Iyoha
Das ist Emmanuel Iyoha FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf sucht für die Rückrunde händeringend nach Verstärkungen für den Sturm. Dabei tummeln sich im Unterbau der Flingerner drei talentierte Angriffsspieler. Unsere Redaktion stellt das Trio vor. Von Bernd Jolitz und Maximilian Lonn

Nicht erst durch den Treffer von A-Junior Anderson Lucoqui beim 2:1-Testspielsieg gegen die Kölner Namenscousine hat Fortunas Nachwuchs auf sich aufmerksam gemacht. Bereits im Herbst, kurz nach seinem 18. Geburtstag, hatte Emmanuel Iyoha einen Profivertrag erhalten, kam auch zu drei Zweitliga-Einsätzen. Andere Youngster stehen ebenfalls Gewehr bei Fuß.

Emmanuel Iyoha Der deutsche U19-Nationalspieler gilt als das größte Fortuna-Talent seit Jahren. Im A-Junioren-Bundesligateam traf der Einser-Abiturient des Comenius-Gymnasium fast nach Belieben, rückte daher unter dem inzwischen beurlaubten Trainer Frank Kramer in den Kader des Zweitliga-Teams auf. Der neue Chef Marco Kurz setzt ebenfalls voll auf Iyoha, ließ ihn gegen Fortuna Köln als einzigen Akteur mehr als 45 Minuten (exakt 67) spielen. "Emma hat das sehr gut gemacht", lobte Kurz hinterher. "Er ist sehr laufstark und sehr ballsicher."

Im Gegensatz zu Kramer und Interimscoach Peter Hermann, die den schnellen Iyoha auf den Flügeln testeten, ließ Kurz ihn in der Doppelspitze - zunächst neben Mike van Duinen, dann neben Didier Ya Konan - stürmen. "Wir können nur dann ein Ein-Stürmer-System spielen, wenn Kerem Demirbay dahinter agiert", erklärte Kurz, "und das war gegen Köln wegen Kerems Sperre noch nicht der Fall. Bei solch jungen Spielern wie Emma weiß man ohnehin noch nicht, auf welcher Position sie am Ende landen. Aber er hat angedeutet, dass er die Rolle ganz vorn ausfüllen kann."

Nazim Sangaré. FOTO: falk janning

Nazim Sangaré In seinem zweiten Jahr hat der 21-Jährige den Durchbruch in Fortunas Zweitvertretung geschafft. Mit 13 Scorerpunkten (sieben Tore und sechs Vorlagen) gehört der Offensivspieler mit der markanten Wuschelfrisur zu den torgefährlichsten Akteuren der Regionalliga West. Vor allem auf der rechten Seite stiftet er dank seiner enormen Schnelligkeit sowie seiner Dribbelstärke Unruhe beim Gegner. Fähigkeiten, die auch Fortunas Verantwortlichen nicht verborgen blieben. So durfte der ehemalige türkische Junioren-Nationalspieler bereits bei Testspielen der Profis mitwirken. Sollte Sangaré seine Form halten, könnte er eine Alternative zu den verletzungsanfälligen Sercan Sararer und Mathis Bolly werden.

Kemal Rüzgar. FOTO: falk janning

Kemal Rüzgar Seit der 20-Jährige im Januar 2015 zu Fortuna zurückkehrte, erzielte er in 29 Pflichtspielen für die "Zwote" 16 Tore. Allerdings wäre es falsch, Rüzgar als reinen Abschlussstürmer zu charakterisieren. Er ist spielstark, bewegt sich geschickt zwischen den Linien und kann so ins Kombinationsspiel eingebunden werden. Darüber hinaus lernte der Youngster früh in seiner Karriere, mit Rückschlägen umzugehen. Erst war er ein halbes Jahr lang vereinslos, nachdem Bayer Leverkusen nach der Juniorenzeit keine Verwendung mehr für ihn hatte. Dann setzte ihn im Sommer eine leichte Form des Pfeifferschen Drüsenfiebers über Wochen außer Gefecht. Beide Male kämpfte sich Rüzgar auf den Platz zurück.

Marco Kurz macht dem 20-Jährigen, der wie Sangaré zurzeit mit der Zweitvertretung im Trainingslager in der Türkei weilt, Mut: "Wer acht Tore in der Regionalliga schießt, der muss auch die Chance bekommen, sich höher zu präsentieren. Deshalb haben wir Kemal in unsere Trainingsgruppe geholt. Wir werden ihn im Auge behalten."

Quelle: RP
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