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Fortuna Düsseldorf
Fortuna erkämpft sich ein 0:0 auf dem Betzenberg

Kaiserslautern - Fortuna: Bilder
Kaiserslautern - Fortuna: Bilder FOTO: dpa, ua fdt
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat auch das dritte Spiel der Zweitliga-Saison ohne Niederlage überstanden. Trainer Friedhelm Funkel sah ein gerechtes 0:0 beim 1. FC Kaiserslautern. Allerdings war mehr drin. Von Bernd Jolitz

Die Fortuna hatte die besseren Tormöglichkeiten und deshalb durchaus die Chance, den ohnehin guten Saisonstart mit einem Dreier nahezu perfekt zu gestalten. Zwei dieser klaren Gelegenheiten vergab Stürmerzugang Rouwen Hennings, der dennoch einen unterm Strich gelungenen Einstand feierte. "Ich bin zufrieden, weil ich ein gutes und kampfbetontes Spiel gesehen habe. Wir haben uns einige gute Möglichkeiten erarbeitet, hatten aber nicht das nötige Quäntchen Glück im Abschluss", befand Funkel.

Die Pfälzer hatten sich vorgenommen, Fortunas umformierte Deckung mit einem stürmischen Beginn zu überrumpeln. Doch der 20-jährige Robin Bormuth, anstelle des an Rückenbeschwerden laborierenden Alexander Madlung in die Abwehrzentrale gerückt, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Obwohl Lautern immer wieder versuchte, über ihn in den Strafraum einzudringen, gelang es den Düsseldorfern meist, das Geschehen vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. "Ich glaube es geht in Ordnung, wenn man bei seinem Profi-Debüt den Ball auch einmal kompromisslos wegbefördert", sagte Bormuth.

So musste Torhüter Michael Rensing nur bei einigen Distanzschüssen eingreifen, die er souverän meisterte. Die Gäste kombinierten gefälliger, fanden nach einer etwas hektischen Startphase besser ins Spiel. Und sie hatten die weitaus klareren Chancen: durch einen Kopfball von Rouwen Hennings und mehr noch durch Ihlas Bebou. Hätte das Düsseldorfer Eigengewächs nach einer präzisen Flanke von Axel Bellinghausen versucht, den Ball mit dem Kopf statt mit dem Fuß zu erwischen, hätte es mit großer Wahrscheinlichkeit 1:0 gestanden.

Fink und Bebou haben das 1:0 auf dem Fuß

Nach dem Seitenwechsel gelang es Fortuna zunächst nicht, an den Spielfluss der ersten Hälfte anzuknüpfen. Der eingewechselte Jacques Zoua traf die Oberkante der Latte – doch mehr Kapital schlug Lautern nicht aus dieser Phase. Auf der Gegenseite vergab Hennings die Großchance zur Gästeführung, auch Kapitän Oliver Fink und Bebou hatten das 1:0 auf dem Fuß, aber an diesem Abend sollte offenbar kein Treffer fallen.

Am Tag vor dem Spiel hatte Funkel noch offen gelassen, ob Fortuna bis Mittwoch, wenn das Wechselfenster schließt, noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird. Die Wahrscheinlichkeit ist gewachsen: Die häufigen Rückenbeschwerden Madlungs sind ein zu großes Risiko. Gut möglich, dass die Düsseldorfer daher Innenverteidiger André Ramalho vom Bundesligisten Bayer Leverkusen ausleihen. 

Bayer möchte dem 24-jährigen Brasilianer gern mehr Spielpraxis verschaffen, und Fortuna käme auf diese Weise zum benötigten vierten Innenverteidiger. Bormuths ordentliche Leistung auf dem Betzenberg sorgt dafür, dass dieses Geschäft ohne Hektik über die Bühne gehen kann.

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