| 20.43 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna erkämpft sich Heimerfolg gegen Meiers Arminia

Einzelkritik: Durchschnittliche Leistung reicht Fortuna
Einzelkritik: Durchschnittliche Leistung reicht Fortuna FOTO: dpa, rwe soe
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf besiegt Arminia Bielefeld aufgrund einer deutlich verbesserten und stabileren Leistung verdient mit 1:0 (1:0). Sercan Sararer erzwingt das Tor des Abends, indem er Torhüter Hesl anschießt. Von Thomas Schulze

Natürlich war es kein Spiel wie jedes andere. Weder für Trainer Frank Kramer, noch für seinen Kollegen Norbert Meier. Der frühere Fortuna-Trainer Meier, der die Mannschaft damals aus der dritten in die erste Liga geführt hatte, ehe er mit ihr wieder abstieg, wurde mit höflichem Applaus, aber nicht euphorisch von den Düsseldorfer Fans begrüßt. Ebenso angemessen wurde die Mannschaft der Fortuna nach dem knappen, aber verdienten 1:0 (1:0)-Sieg verabschiedet – voller Freude und Erleichterung, aber keineswegs überschwänglich.

Meier hatte bereits angekündigt, dass er problemlos den Weg in die Gäste-Kabine finde und die Freundschaft an diesem Tag ruhe. Das war auch sogleich der Fall. Schon bei der Platzwahl ging der Ärger los, und die Arminen zeigten, dass sie nicht gewillt waren, gute Gäste zu sein. So zwangen die Bielefelder die Gastgeber entgegen üblicher Gepflogenheiten, bereits vor der Pause auf ihre Fan-Kurve zu spielen.

 

Da wollte die Fortuna nicht zurückstehen. So gab es für die Gäste gleich was auf die Socken, so dass Julian Schauerte nach nur 26 Sekunden die Gelbe Karte sah – rekordverdächtig, was diese Saison betrifft. Schauerte setzte damit stellvertretend für die Mannschaft sogleich ein Zeichen, dass sie gewillt ist, den von Trainer Kramer und Sportdirektor Rachid Azzouzi in der Länderspielpause ausgerufenen Abstiegskampf anzunehmen. Der Verteidiger, der auf der linken Seite aufgeboten wurde, wurde nach nicht einmal zehn Minuten aber auch mit ersten, vereinzelten Pfiffen von den Rängen bedacht, als er den Ball zum zweiten Mal relativ planlos nach vorne schlug.

Doch der Großteil der Fans stand wie ein Mann hinter der Mannschaft, die sich gegenüber den Vorwochen deutlich stabiler präsentierte. Das war alles andere als selbstverständlich in der sportlich misslichen Lage. Vor allem die neuformierte Abwehr mit Julian Koch auf der rechten Seite und Adam Bodzek in der Innenverteidigung stand deutlich sicherer.

Nach einem Abtasten setzte Kerem Demirbay mit seinem Schuss ein erstes Signal. Vor allem Sercan Sararer erwies sich auf der linken Seite als Aktivposten. So kam es nicht von ungefähr, dass er die Führung mit großem Willen erzwang. Er biss sich bis zur Grundlinie durch und schoss – der Ball traf Torhüter Wolfgang Hesl, von wo aus er ins Netz ging. Die Erleichterung war riesengroß. Pech hatte Julian Schauerte in der 30. Minute mit einem Lattenschuss.

Nach dem Wechsel machten die Gäste viel Druck, drängten auf den Ausgleich und stürzten Fortunas Abwehr auch zweimal in arge Verlegenheit. Auf der anderen Seite wurde der Raum für Konter von Minute zu Minute größer, wobei Kerem Demirbay mit seinem Schuss Torhüter Hesl zu einer Glanzparade zwang.

Natürlich war der Vorsprung knapp, aber Fortuna brachte ihn über die Runden, ohne in allzu große Gefahr zu geraten, was für die gewonnene Stabilität der Mannschaft spricht. Für sie war der zweite Heimsieg nach dem 3:0 über 1860 München genau so wichtig wie für Trainer Frank Kramer, der somit in Ruhe weiter arbeiten kann. "Die Mannschaft war gewillt, sich den Sieg zu erkämpfen", sagte der Coach im Anschluss an die Partie.

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