| 15.26 Uhr

Fortuna Düsseldorf
2:1 – Fortuna erkämpft sich verdienten Auswärtserfolg

SC Freiburg - Fortuna
SC Freiburg - Fortuna FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf ist ein Überraschungserfolg gegen den SC Freiburg gelungen. Das Team von Trainer Marco Kurz erkämpfte sich einen verdienten 2:1 (1:1)–Auswärtssieg. Die Treffer für die Gäste erzielten Nikola Djurdjic und Sercan Sararer. Von Bernd Jolitz

Es war eine der schwierigsten Aufgaben dieser Zweitliga-Saison, doch ausgerechnet in diesem Moment war Fortuna Düsseldorf voll da. Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz gewann beim haushohen Favoriten SC Freiburg, dem Tabellenzweiten und Aufstiegskandidaten, völlig verdient mit 2:1. Der Erfolg war der Lohn für eine ausgezeichnete kämpferische Leistung, die nach dem enttäuschenden Auftakt in die Rest-Rückrunde kaum jemand in dieser Form erwartet hatte.

Kurz hatte offenbar die Notwendigkeit erkannt, den Faktor Leidenschaft in seiner Startelf zu erhöhen. Deshalb bot er Axel Bellinghausen auf der Linksverteidiger-Position auf, und der frischgebackene Vater Lukas Schmitz rückte neben Christopher Avevor auf die Doppelsechs im defensiven Mittelfeld. Dies brachte – nach dem enttäuschenden 0:1 gegen Heidenheim ebenfalls folgerichtig – eine Systemänderung mit sich: Für den zusätzlichen Mann in der Schaltzentrale musste Stürmer Joel Pohjanpalo weichen, der sich freilich mit einer schwachen Vorstellung am Wochenende zuvor geradezu dafür beworben hatte.

 

Bellinghausen wurde schon vor dem Anpfiff seiner Hauptaufgabe gerecht. In dem Kreis, den Fortunas Profis zum gemeinsamen Einschwören bildeten, trat der 32-Jährige als Wortführer auf, feuerte seine Kollegen lautstark an. Irgendwie fand diese Aktion sogleich Eingang ins Düsseldorfer Spiel. Fortuna attackierte sehr früh, zeigte genau jene Portion Mut, die man gegen Heidenheim so schmerzlich vermisst hatte.

Dieser Einsatz schlug sich dann auch in bemerkenswerten Offensivaktionen nieder. In der sechsten Minute traf Schmitz mit seinem schwächeren rechten Fuß das Lattenkreuz, kurz darauf setzte er mit links einen Distanzschuss nur knapp drüber. Und schließlich belohnte sich Fortuna auch endlich einmal für ihr Engagement. In der 27. Minute flankte Bellinghausen in den Strafraum, Alexander Madlung legte im Fallen klug quer zum freistehenden Djurdjic, und der Winterzugang vollstreckte eiskalt. Es war der erste Düsseldorfer Pflichtspieltreffer nach 362 torlosen Minuten.

Bis in die Pause brachten die Gäste ihre verdiente Führung allerdings nicht. Der Druck des SC Freiburg wurde immer stärker und führte in der Nachspielzeit zum Erfolg. Bellinghausen bekam im eigenen Strafraum aus kurzer Distanz den Ball an die Hand, und Schiedsrichter Wolfgang Stark traf eine vertretbare Elfmeterentscheidung. Bitter allerdings, dass der Referee Sekunden zuvor nach einer Attacke gegen Kerem Demirbay im Mittelfeld durchaus einen Freistoß für die Gäste hätte pfeifen können. So erzielte Vincenzo Grifo vom Punkt das 1:1.

Das Erstaunlichste an diesem Sonntagnachmittag war jedoch, dass Fortuna sich davon nicht aus dem Konzept bringen ließ. Zwar erhöhten die Breisgauer nochmals das Tempo, aber die Kurz-Truppe konnte es mitgehen, nahm den Kampf unter den Anfeuerungsrufen ihrer 1000 mitgereisten Fans an. Und dann hatte sie auch doppelt das Glück des Tüchtigen. In der 66. Minute hätte Sercan Sararer die Rote Karte sehen können, da er sich nach einem Foul von Amir Abrashi nicht im Zaum hatte und nachtrat. Es gab jedoch für beide nur Gelb – was Sararer kurz darauf dazu nutzte, einen Konter mit dem 1:2 abzuschließen. Marc-Oliver Kempf fälschte den Schuss des Düsseldorfers unhaltbar für seinen Torhüter Alexander Schwolow ab. Das war's. Fortuna holt einen völlig unerwarteten Sieg, der viel Schub für den Rest der Saison geben kann.

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