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Fortunas Michael Rensing
"Es war ein geiles Spiel"

Fortuna - Hannover: Einzelkritik
Fortuna - Hannover: Einzelkritik FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat gegen Hannover 96 Comeback-Qualität bewiesen. Die Rot-Weißen liegen zweimal zurück, holen am Ende aber ein 2:2 (0:1). Die Stimmmung im Team könnte nicht besser sein. Von Jan Dobrick

Es ist ein wiederkehrendes Muster im Spiel der Düsseldorfer: Die Mannschaft gerät in dieser Saison in schöner Regelmäßigkeit früh in Rückstand, lässt sich davon aber häufig nicht aus der Ruhe bringen. Hannover bekam das am Freitagabend zu spüren: Die Tore von Kenan Karaman und Felipe reichten nicht für drei Punkte, weil Ihlas Bebou und Robin Bormuth jeweils die richtige Antwort gaben.

Die Gastgeber rackerten und hatten dazu das nötige Quäntchen Glück

"Es war ein geiles Spiel. Der Trainer hat uns gesagt, dass wir mutig spielen sollen. Mit dem einen Punkt können wir auf jeden Fall zufrieden sein", sagte Torhüter Michael Rensing nach dem rassigen Schlagabtausch in der Esprit-Arena. Die Flingerner, die froh sein konnten, zur Pause nicht deutlich höher zurückzuliegen, kamen sortierter aus der Kabine.

Sie rackerten leidenschaftlich, hatten dazu das nötige Quäntchen Glück und profitierten am Ende davon, dass der Hannoveraner Felipe anscheinend frühzeitig duschen wollte. Er erwischte Bebou mit dem Fuß am Kopf und sah dafür seine zweite Gelbe Karte, die einen Platzverweis zur Folge hatte. Fortuna spielte noch 20 Minuten gegen zehn Mann.

"Wir haben eindeutig aus dem Pokalspiel gelernt"

"Wir waren von Anfang an der Underdog, aber man hat dann in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir uns reingekämpft haben und gut dagegenhalten konnten", resümierte Kaan Ayhan, der in der rot-weißen Innenverteidigung neben Kevin Akpoguma auflief.

Marcel Sobottka fand, dass das Unentschieden durchaus in Ordnung gehe. Und Trainer Funkel stimmte seinem Mittelfeldmotor zu: "Die Mannschaft hat es geschafft, zwei Rückstände aufzuholen. Das spricht für unser Team und bringt uns ein Stückchen weiter. Hannover war die reifere Mannschaft und hatte die besseren Einzelspieler, aber wir haben eindeutig aus dem Pokalspiel gelernt."

 

Im Gegensatz zum blamablen 1:6 Ende Oktober, als man in Niedersachsen nach 16 Minuten schon 0:4 zurücklag, brachen die Düsseldorfer nämlich nicht auseinander, sie rauften sich zusammen. Die Fortuna machte den 96ern das Fußballerleben schwer, sodass Hannovers Trainer Daniel Stendel nicht über verlorene Punkte im Aufstiegskampf stöhnte: "In den ersten 60 Minuten haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, viel Druck ausgeübt und hatten gute Möglichkeiten. Das ist bei der Fortuna alles andere als einfach."

Sorgen um verletzt ausgewechselten Fink

Einem Kicker war an dem Abend nach einem breiten Dauergrinsen zumute, nämlich Bormuth: "Es war mal was Neues, ein Tor zu schießen, das ist auch in der U23 nicht so häufig passiert. Das Lächeln geht sicherlich wieder weg, aber für ein Stündchen ist es bestimmt noch da", sagte der 21-Jährige, der nach 67 Minuten mit seinem Debüt-Treffer für das 2:2 gesorgt hatte.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es für die Fortuna allerdings auch: Kapitän Oliver Fink musste zur Pause mit Adduktorenschmerzen ausgewechselt werden. "Olli ist etwas weggerutscht und hatte danach Schmerzen", sagte Funkel. Anfang der Woche werde man erfahren, wie schlimm es ist. Dann steht die Untersuchung an.

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