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Fortuna Düsseldorf
Fortuna-Fieber im tiefen Süden

Fortuna Düsseldorf: Fortuna-Fieber im tiefen Süden
Fahnenparade am Mittelmeer: Fortuna und die Düsseldorfer Skyline fest verbunden mit der spanischen Nationalflagge. FOTO: markus löffelsend
Düsseldorf. In der Blue Bar auf Formentera treffen sich am Sonntag Exil-Düsseldorfer zum Sandhausen-Spiel - wie jede Woche. Von Bernd Jolitz

Ein wenig irritiert gucken sie schon drein, die italienischen und englischen Urlauber in der Blue Bar. Es ist ja auch nicht unbedingt zu erwarten, dass direkt am Migjorn-Strand der Balearen-Insel Formentera ein Trüppchen deutscher Fußball-Fans vor dem Fernseher steht und während eines Zweitligaspiels lautstark das Geschehen kommentiert. Für Einheimische und Stammgäste freilich ist die Szenerie nichts Besonderes: Es ist eben wieder Fortuna-Tag in der Blue Bar.

Bester Laune in der Blue Bar: die Exil-Fortunen (von links) Christian Günther, Roland Adomeit und Peter Kroll mit Bar-Chef Günther Schott. FOTO: Bernd Jolitz

Für Roland Adomeit, den alle nur "Ado" nennen, Peter Kroll und Markus Löffelsend bedeutet das ein Stückchen alte Heimat. Die Exil-Düsseldorfer haben sich seit vielen Jahren auf Formentera, der kleinen Nachbarin Ibizas, niedergelassen, was aber der Liebe zu ihrem Fußballklub keinen Abbruch getan hat. Und so passiert es eben, dass "Pitter" Kroll sich vor den Fernseher stellt, die Arme ausbreitet und wie früher als Mitglied des Fanklubs Bushwhackers die Arme ausbreitet und "Ja wat denn, wat denn, wat denn, wat denn, wat denn" brüllt.

Bar-Inhaber Günther Schott ist bei den Fortuna-Tagen gern dabei - so auch am Sonntag um 13.30 Uhr wieder, wenn das Spiel beim SV Sandhausen steigt. Das Herz des gebürtigen Franken schlägt freilich für den 1. FC Nürnberg, "aber das macht ja nix", verkündet Schott, "dann steigen Fortuna und die Glubberer eben gemeinsam auf." Eine Ankündigung, die Ado, Pitter und Markus mit enthusiastischen Sprechchören feiern. Passend zum Saisonstart grassiert ohnehin die Zuversicht. "Wir haben doch schon eine Hand an der Schale", meint Löffelsend. "Kurz vor Weihnachten feiern wir in Braunschweig den Aufstieg." Das sagt der 48-Jährige, der auf der Insel als Verwalter von Ferien-Immobilien tätig ist, allerdings mit einem Augenzwinkern. "Wir sind doch alle nur froh, dass der Saisonstart so gut war", sagt er realistisch, und Adomeit ergänzt: "Zurzeit bekommen wir ja endlich ordentlichen Fußball zu sehen. Hoffentlich bleibt es so."

Rensing fehlt – Nielsen trainiert weiterhin individuell FOTO: Falk Janning

Die Exil-Fans wollen ihren Teil dazu beitragen. Löffelsend mitunter sogar im Stadion, denn er ist Fortuna-verrückt genug, zu einzelnen Partien zu fliegen. Kroll, von Beruf Maler und Lackierer, setzt da eher auf die Blue Bar, zumal da er auch oberster Fan des Ortsklubs SD Formentera ist, der sensationell in die Dritte Liga Spaniens aufgestiegen ist und für den "Pitter" gerade riesige schwarz-rote Fahnen anfertigen ließ. Adomeit lässt der Job als erfolgreicher Transportunternehmer keine Zeit für Fußballreisen, und er muss ja auch ein Auge auf Eishockey haben: Hagen Kaisler, DEG-Eigengewächs und zurzeit in Salzburg, ist sein Sohn. Zum Glück gibt es die Blue Bar, und zu besonderen Anlässen lässt Schott sogar die Großleinwand herunter. Jede Wette, dass es Sonntag wieder so weit ist.

Quelle: RP
 
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