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Fortuna Düsseldorf
Fortuna-Neubau soll Talente überzeugen

Fortuna Düsseldorf: Fortuna-Neubau soll Talente überzeugen
Die Fortuna bietet neuerdings für besonders starken Nachwuchs ein regelmäßiges Talent-Teamtraining mit Coach Peter Hermann (vorne in Schwarz). FOTO: Horstmüller
Düsseldorf. Das Nachwuchsleistungszentrum am Flinger Broich wird modernisiert. Die Stadt soll mit 1,9 Millionen Euro helfen. Die Politik befürwortet das Vorhaben – stellt dem Verein aber Bedingungen. Von Arne Lieb

Die Jugendteams der Fortuna sollen bald unter modernsten Bedingungen trainieren – der Verein will sich dadurch eine bessere Position im Kampf um Talente sichern. Im Sportausschuss stellte die Vereinsspitze gestern erstmals die Details der Pläne vor. Darum geht es:

Was plant die Fortuna?

Der Fußball-Zweitligist leidet darunter, dass die Räume für den Nachwuchs am Flinger Broich massiv in die Jahre gekommen sind. Das erschwert es, junge Spieler und ihre Eltern zu einer Entscheidung für die Fortuna und gegen die starke Konkurrenz aus Mönchengladbach, Leverkusen, Dortmund oder Köln zu bringen. Das soll der Neubau auf einer Fläche von 2300 Quadratmeter ändern. Der Verein will ihn bis Ende 2018 neben seiner Zentrale am Flinger Broich errichten. Der zweigeschossige Bau soll zwischen Toni-Turek-Haus und dem Parkplatz des Allwetterbads an der Straße entstehen. Dort befand sich der Platz des SC Flingern. Der Bau kostet sieben Millionen Euro.

Diese Innenverteidiger könnten Fortuna verstärken FOTO: dpa, pst pat

Was bringt der Neubau?

Nach Ansicht der Fortuna-Spitze bietet er ideale Bedingungen für Training und Wettkämpfe. Dafür braucht es nicht nur moderne Umkleiden und Sanitärbereiche, sondern etwa auch einen Raum zur Hausaufgabenbetreuung. Vorstandschef Robert Schäfer, Vorstand Sven Mühlenbeck und Frank Schaefer, der Leiter des Nachwuchszentrums, warben im Sportausschuss um Zustimmung. Robert Schäfer betonte, dass auch fremde Vereine, die Besucher der Fußballschule oder die Flüchtlings-Mannschaft das neue Zentrum nutzen dürfen. Zudem profitiere der Breitensport in Düsseldorf von Fortunas Nachwuchsarbeit: Nur ein Prozent der Jugendspieler schafft den Sprung in den Profibereich, viele andere kommen bei unterklassigen Vereinen in der Region unter.

Frank Schaefer, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. FOTO: Falk Janning

Warum darf die Politik mitreden?

Weil der Fortuna das Gelände nicht gehört, sondern der Stadt. Das Areal rund um das Paul-Janes-Stadion ist eine Bezirkssportanlage. Der Verein muss bei allen Plänen das Sportamt beteiligen – und darlegen, dass die Allgemeinheit von der Anlage profitiert, wie es vorgeschrieben ist. Andererseits beteiligt sich die Stadt finanziell, geplant ist ein Zuschuss in Höhe von 1,9 Millionen Euro.

Stimmt die Politik zu?

Voraussichtlich ja. Die Abstimmung wurde aber in den Stadtrat (13. Juli) vertagt, da die Vorlage zu kurzfristig vorgelegt worden war. Die Ratsleute zeigten den Vereinsvertretern zudem deutlich, dass diese das Geld nur bekommen, wenn die Fortuna sich an Regeln hält. Monika Lehmhaus (FDP) fragte nach, ob sichergestellt ist, dass Freizeitkicker die Plätze außerhalb der Trainingszeiten nutzen können. Schließlich soll rund um die Fortuna-Anlage ein großer "Sportpark" für den Breitensport entstehen. Auf Druck des Ampelbündnisses von SPD, Grünen und FDP soll die Fortuna zudem einen Jugendbereich für Mädchen aufbauen – bislang dürfen diese nur die Fußballschule besuchen. Robert Schäfer äußerte sich zurückhaltend zu der Frage, wie der Verein das umsetzt. Man wolle zunächst herausfinden, wie man sich mit anderen Vereinen koordiniert, die Mädchen-Teams haben. Stefan Wiedon (CDU) warnt, dass die Ampel durch den Druck auf die Fortuna diese gewachsenen Strukturen gefährde.

Quelle: RP
 
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