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Fortuna Düsseldorf
Kramer macht Unnerstall Hoffnung durch viele Einsätze

Porträt: Lars Unnerstall: Der Hüne in Fortuna Düsseldorfs Tor
Porträt: Lars Unnerstall: Der Hüne in Fortuna Düsseldorfs Tor FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf absolviert vor dem Auftakt in der 2. Bundesliga nur noch zwei Testspiele, doch bei der Torhüterfrage hat sich Trainer Frank Kramer noch immer nicht entschieden. Auffällig: Lars Unnerstall bekam bisher in der Vorbereitung mehr Spielzeit.  Von Christoffer Kleindienst

Es ist ein albekanntes Luxusproblem bei der Fortuna. Schon in der vergangenen Saison hatten die Fortunen auf der Torhüter-Position die Qual der Wahl, daran hat sich auch zur Saison 2015/16 nichts geändert. Frei nach dem Motto: Auf jeder Position sollte der Kader doppelt besetzt sein. Während sich der Zweitligist diesen Luxus in anderen Bereichen auf dem Rasen nicht leisten kann, ist das Tor diesbezüglich ein wahre Oase. 

Unglücklich für die direkt Beteiligten – oder zumindest einen von ihnen – ist dabei nur, dass die Torhüterposition meistens konsequent mit einem Stammspieler besetzt wird. Ex-Chefcoach Oliver Reck, ehemaliger Torwarttrainer, versuchte dieses Problem zu umschiffen. Er bekannte sich zu keiner echten "Nummer eins". Zumindest verbal – die Einsätze sprachen derweil eine deutliche Sprache. Lars Unnerstall spielte nur ein Mal, während Michael Rensing fit auf der Bank saß. Ansonsten bildete er den klassischen Backup und kam lediglich zum Einsatz, wenn Rensing passen musste. 

Porträt: Über Köln und Leverkusen zu Fortuna Düsseldorf FOTO: rpo, Falk Janning

Unnerstall durfte gegen Kiew durchspielen

Nach der Entlassung Recks wurde Rensing auch offiziell Stammtorhüter, die Verantwortlichen sprachen ihm das Vertrauen aus, indem sie frühzeitig den auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängerten. Nun steht die neue Saison an, wieder gibt es einen neuen Trainer und das Spielchen beginnt von vorne. Während Unnerstall bereits verkündete, dass er alle Spiele machen wolle, erklärte Kramer: "Wir haben zwei hervorragende Torhüter und beide haben die gleiche Chance, sich zu empfehlen."

Der Trainer tut gut daran, den Konkurrenzkampf zu schüren und vor allen Dingen beiden Spielern dieselben Chancen einzuräumen. Bisher gab er er dem ehemaligen Schalker mehr Spielzeit. Unnerstall durfte bei jedem Testspiel zwischen den Pfosten stehen, normalerweise wurde er in der zweiten Halbzeit durch Rensing ersetzt. Die Ausnahme bildeten das Spiel gegen TuS Haltern (Tim Wiesner kam in der zweiten Halbzeit) und die Partie gegen Dynamo Kiew. Dort spielte Unnerstall sogar durch. 

Fortuna - Kiew 0:1 FOTO: Christof Wolff

Rensing hat sich empfohlen

Das überraschte dann schon ein wenig, Kiew ist der vermeintlich stärkste Testspielgegner in der Vorbereitung. Eine Vorentscheidung bei dieser Personalie ist es aber nicht. Viel mehr wirkt es so, als ob Kramer Unnerstall mehr Spielpraxis bieten möchte. Quasi als Entschädigungen für die kommenden Monate. 

Rensing gehört zu den besten Keepern der Liga, auch wenn er Schwächen im fußballerischen Bereich hat. Diese werden von seinem herausragenden Spiel auf der Linie und auch durch seine Qualitäten in Eins-zu-Eins-Duellen überdeckt. Er zeigte trotz der katastrophalen Rückrunde in der vergangenen Saison gute Leistungen und hatte an den wenigen Erfolgen immer wieder maßgeblichen Erfolg. 

Wann Kramer seine Entscheidung treffen wird, ist allerdings noch offen. Fakt ist, dass er mit einem Stammtorhüter plant. Spätestens am 26. Juli, dem 1. Spieltag der Saison, wird der Sieger in diesem Duell offiziell verkündet.

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