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| 16.00 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Kramer rotiert kräftig in der Defensive

Fortuna Düsseldorf: Frank Kramer rotiert in der Defensive durch
Frank Kramer wird wohl Adam Bodzek eine weitere Bewährungschance geben. FOTO: Falk Janning/RPO
Düsseldorf. Beim Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen Arminia Bielefeld (Freitag, 18.30 Uhr/Live-Ticker) werden die Fans in der Esprit-Arena eine personell veränderte Abwehr sehen. Adam Bodzek wird wohl eine weitere Bewährungschance bekommen, Julian Koch weicht auf den rechten Flügel aus. Von Christoffer Kleindienst

Dass die derzeitige sportliche Krise Cheftrainer Frank Kramer nervt, ist klar. Der Coach hatte sich trotz des personellen Umbruchs beim Zweitligisten deutlich früher Erfolg erhofft, stattdessen sprang in zehn Ligaspielen nur ein magerer Dreier heraus. Allerdings geht Kramer mit seinen Emotionen außerhalb des Platzes nicht hausieren. Er bleibt zu jeder Zeit freundlich und zuvorkommend. Dennoch sind Anzeichen zu erkennen – wenn man genau aufpasst.

"Wir erwarten ein zähes Ringen. Aber das ist normal. Nach einer Länderspielpause muss man sich noch finden. Aber wir wollen von Anfang an da sein", begann der Trainer sein Statement bei der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Arminia, bei der der ehemalige Fortuna-Trainer Norbert Meier auf der Bank sitzt.

Kramer baut um

Dann legte Kramer geradezu entschuldigend nach: "Ich muss es leider immer wiederholen: Bielefeld ist eine eingespielte Einheit. Das ist ein Fakt. Jeder weiß, was der Kollege macht. Das ist ein wichtiger Faustpfand." Phrasen will Kramer vermeiden, in der momentanen Situation sind sie es aber nicht – zufriedenstellend ist das für ihn keineswegs.  

Mit allen Mitteln raus aus der Krise

2. Bundesliga 15/16: Die Aufstellungen und Tore von Fortuna Düsseldorf FOTO: dpa, mb hak

Raus aus der Krise will er mit allen Mitteln kommen. Man kann ihm nicht nachsagen, dass er es nicht versucht. Auch für die kommende Partie hat sich der Coach etwas ausgedacht – gegen Bielefeld rotiert er im Vergleich zum Spiel in Kaiserslautern (0:3) ordentlich in der Defensive durch. Der Gewinner heißt dabei Bodzek: Der Deutsch-Pole wird gegen seinen ehemaligen Trainer Meier aller Voraussicht nach in der Viererkette auflaufen. "Wenn beim Spieler wiederholt etwas schiefläuft, dann muss man auch mal jemand anderen die Chance geben", so Kramer zu der Enscheidung. Sprich: Christian Strohdiek hat sich einen Patzer zu viel geleistet, nun dürfen sich andere Fortunen bewähren. 

Das dürfte aber nicht die einzige Änderung für das Freitagsspiel bleiben. Julian Koch wurde bereits in der Länderspielpause regelmäßig auf der rechten Verteidigerposition eingesetzt. "Er musste sich an die Rechtsverteidigerposition wieder gewöhnen", erklärte Kramer bezüglich dieser Personalie. "Dafür haben wir die Länderspielpause genutzt. Er hat mir gut gefallen und jetzt haben wir eine weitere Option." Julian Schauerte wird demnach auf die linke Seite rücken, Kapitän Karim Haggui komplettiert die Viererkette. 

Es wird also ordentlich rotiert, Kramer sieht darin kein Problem: "Was den taktischen Bereich angeht, drehe ich ja nicht alles auf null. Aber an der einen oder anderen Stellschraube kann man ja drehen. Wir sind ja nicht nur elf Leute im Team." Im Testspiel gegen Standard Lüttich hatte er bereits die Viererkette mit Bodzek und Co. erfolgreich getestet, ob er aber auch auf dieselbe Formation zurückgreift, wollte er allerdings nicht veraten. Es liege nicht immer an der Formation, so der Coach, "wenn jeder defensiver denkt, dann spielst du auch defensiver. Wir werden uns zuhause nicht am eigenen Sechzehner verbarrikadieren. Das ist ja klar."

 
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