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Fortuna Düsseldorf
Funkel beklagt Personalmisere

Kapitän Fink macht Fortschritte
Kapitän Fink macht Fortschritte FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Gegen Arminia Bielefeld fehlen am Freitag (18.30 Uhr/Live-Ticker) gleich fünf Stammspieler: die gesperrten Alexander Madlung und Kevin Akpoguma sowie die verletzten Oliver Fink, Julian Koch und Christian Gartner. Von Thomas Schulze

Bislang war die angespannte personelle Situation für Friedhelm Funkel kein großes Thema. Doch am Dienstag wurde es ihm schon etwas mulmig, als Lukas Schmitz und Rouwen Hennings wegen Rückenproblemen mit dem Training aussetzten. "Ich bin froh, dass sich ihre Beschwerden zum Positiven gewendet haben und dem Einsatz dieser beiden wichtigen Spieler am Freitag gegen Bielefeld nichts mehr im Wege steht", sagte er gestern erleichtert. Sodann erinnerte er daran, dass Fortuna auf gleich fünf Spieler verzichten muss: Alexander Madlung und Kevin Akpoguma sind gesperrt, Oliver Fink (Achillessehnenreizung), Julian Koch (Zehenbruch) und Christian Gartner (Fraktur des Schienbeinkopfes) sind verletzt. "Das sind alles Stammspieler, die fest eingeplant waren. Trotzdem bin ich optimistisch."

Funkels Zuversicht ist nicht blauäugig, sondern wird von großem Vertrauen in das Leistungsvermögen der anderen Spieler gespeist. Tatsächlich haben Talente wie Robin Bormuth oder Kaan Ayhan, die morgen erstmals gemeinsam die Innenverteidigung für das gesperrte Duo Madlung/Akpoguma bilden, dieses Vertrauen auch gerechtfertigt. "Dass Ayhan hinten spielt, wird sich nicht auf das Spiel auswirken", sagt der Coach. "Er hat das eine halbe Saison lang auf Schalke ganz hervorragend gemacht. Die beiden sind zwar jung, aber sie haben gezeigt, dass sie es können." Einen Abwehrchef im klassischen Sinn wird es nicht geben. "Beide werden Kommandos geben. Es ist wichtig, dass das miteinander geschieht."

Dennoch ist Funkel besorgt. Der erfahrene Fußballlehrer weiß nur allzu gut, dass die Leistungen junger Spieler auf höchstem Niveau noch nicht konstant sein können. "Was Ayhan in den letzten Wochen gezeigt hat, bei Fortuna und der türkischen Nationalmannschaft, ist unglaublich. Ich würde ihm ja gerne mal eine Pause gönnen, aber das ist aufgrund unserer personellen Situation jetzt nicht möglich. Jetzt muss er sich da durchbeißen."

Diese Gemengelage wird allerdings zu weiteren Veränderungen führen. Damit überhaupt ein Innenverteidiger auf der Bank sitzt, wird Funkel höchstwahrscheinlich Leander Goralski aus der Zweiten in den Kader berufen. Der 22-Jährige hat immerhin schon 71 Regionalligaspiele absolviert.

Darüber hinaus deutet Funkel an, dass er die Anfangsformation gegenüber dem 3:1-Sieg in München ändert. Er wolle mit einer Einwechslung, falls nötig, für neuen Schwung sorgen können. Diese Rolle ist Axel Bellinghausen auf den Leib geschrieben. So könnte Funkel wie im Heimspiel gegen Karlsruhe mit Arianit Ferati im Mittelfeld beginnen.

Quelle: RP
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