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Fortuna Düsseldorf
Funkel bleibt seiner Linie treu

Fotos: Friedhelm Funkel – Rekord-Aufstiegstrainer aus Neuss
Fotos: Friedhelm Funkel – Rekord-Aufstiegstrainer aus Neuss FOTO: dpa, Rolf Vennenbernd
Düsseldorf. Trotz der bitteren 0:3-Heimniederlage gegen Dresden steht Fortuna nach dem ersten Saisondrittel gut da. Der Verein kann die Länderspielpause nutzen, um in die Gespräche über die Vertragsverlängerung mit Trainer Funkel einzusteigen. Von Thomas Schulze

Friedhelm Funkel ist ein guter Trainer – völlig unabhängig von dem Ausgang der Begegnung zwischen Fortuna und Dynamo Dresden, die die Gastgeber nach mäßiger Leistung mit 0:3 verloren.

Zur Begründung dieser These können seine Erfolge als Trainer angeführt werden; dass er fünf Mal eine Mannschaft von der zweiten in die erste Bundesliga geführt hat und damit einen Rekord hält; oder dass er sich ein Vierteljahrhundert in diesem doch eigentlich so schnelllebigen Geschäft gehalten hat. Die Verdienste der Vergangenheit können als Argumente dienen, doch auch die Gegenwart gibt reichlich her.

Funkel setzt weiter auf Talente

Funkel hat seit seinem Amtsantritt bei der sportlich im Frühjahr in akuter Abstiegsgefahr schwebenden Fortuna ein Konzept entwickelt und es konsequent umgesetzt. Die Ergebnisse sind gut, auch wenn es Rückschläge zu verkraften gab, wie das in der Höhe bittere 1:6 im Pokalspiel in Hannover oder gestern das 0:3 gegen Dresden. Die Zuschauer akzeptieren das, weil es beim Neuaufbau einer Mannschaft nahezu unvermeidbar ist. Entsprechend beweisen sie Geduld und Nervenstärke und verkneifen sich Missfallenskundgebungen.

Weitaus beeindruckender ist jedoch die Art und Weise der Mannschaftsführung und Umsetzung des Konzepts. Die Voraussetzung ist das große Vertrauen, das der Fußballlehrer seinen Schützlingen entgegenbringt. "Jeden einzelnen Spieler aus dem Kader kann ich bedenkenlos bringen", sagt er – und tut es. Das ist dann wirklich manchmal verblüffend. Aber Funkel bleibt seiner Linie konsequent treu. So auch gegen Dynamo Dresden. Er hielt an seinem System mit Viererkette und zwei Sechsern fest. Er ändert seine Formation selten, ersetzt fehlende Spieler möglichst eins zu eins. Und er setzt weiter auf Talente. So hielt er nach den guten Vorstellungen von Robin Bormuth an dem 21-Jährigen fest und ließ Routinier Alexander Madlung nach Ablauf seiner Sperre auf der Auswechselbank Platz nehmen.

Es gibt gute Gründe, Gespräche über eine Vertragsverlängerung zu führen

Für den gesperrten Sechser Kaan Ayhan brachte er Taylan Duman. Der 19-Jährige, der aus der eigenen Jugend stammt, feierte am Freitagabend seinen Zweitliga-Einstand. Er wird das Spiel sicherlich nicht vergessen, zumal er nach einer Stunde verletzt vom Platz humpelte. Doch es lag gewiss nicht an dem Debütanten, dass die Fortuna 0:3 verlor gegen eine Dresdener Mannschaft, die nicht nur daheim gegen Stuttgart (5:0) und Braunschweig (3:2 nach 0:2-Rückstand) geglänzt hat, sondern auch bei den starken Heidenheimern hoch überlegen war und hätte gewinnen müssen.

All das sind gute Gründe, schon in naher Zukunft in die Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Funkel und seinem Assistenten Peter Hermann einzusteigen.

Quelle: RP
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