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| 18.48 Uhr

Fortuna ist Platz eins los
Funkel bleibt trotz 0:1 in Ingolstadt gelassen

Ingolstadt - Fortuna: Einzelkritik
Ingolstadt - Fortuna: Einzelkritik FOTO: Falk Janning
Fortuna Düsseldorf verliert durch die Niederlage im Spitzenspiel beim FC Ingolstadt die Tabellenführung der 2. Bundesliga an Holstein Kiel. Kein Grund für Friedhelm Funkel, in Panik auszubrechen. Von Thomas Schulze, Ingolstadt

Acht Tage nach Hoppeditz' Erwachen hat Fortuna Düsseldorf erstmals die für die Session entworfenen Karnevalstrikots übergestreift. Doch ist den Rheinländern das Lachen vergangen, denn sie verloren das Spitzenspiel beim FC Ingolstadt mit 0:1 (0:1) und damit auch die Tabellenführung in der zweiten Bundesliga, die nun überraschend der starke Aufsteiger Holstein Kiel übernommen hat.

"Es lag aber heute an uns, nicht am Gegner", sagte Trainer Friedhelm Funkel, der die Niederlage aufgrund der zweiten Halbzeit als unglücklich bezeichnete. Wenngleich Fortuna nun aus den vergangenen drei Meisterschaftsspielen nur zwei Punkte geholt hat, besteht aus sportlicher Sicht kein Grund zur Unruhe, denn der Vorsprung auf Platz drei beträgt noch fünf, der auf Rang vier gar sieben Zähler.

Die Düsseldorfer waren gewarnt, denn Ingolstadt hat einen Lauf. So hat der Bundesliga-Absteiger aus den vergangenen sechs Begegnungen 16 Punkte geholt und den Kontakt zur Spitzengruppe wieder hergestellt. Doch waren dafür am Sonntag weniger die Gastgeber als vielmehr die Düsseldorfer verantwortlich, die in der ersten Halbzeit eine enttäuschende Leistung boten und völlig zu Recht zur Pause zurücklagen. Julian Schauerte und Jean Zimmer gelang es nicht, die rechte Seite dicht zu machen, im Rückraum lauerte Alfredo Morales, und weil Niko Gießelmann einen halben Schritt zu spät kam, musste der gute Torhüter Raphael Wolf den Ball kurz vor dem Halbzeitpfiff aus dem Netz holen.

In der Pause fand Trainer Friedhelm Funkel dann recht deutliche Worte. "Aber ich bin nicht laut geworden", stellte er klar. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Fehlpässe gespielt, vor allem viel zu langsam agiert. In der zweiten Hälfte haben wir dann gezeigt, dass wir es besser können." Tatsächlich waren die Gäste da leicht überlegen, doch erspielten sie sich in 90 Minuten nur zwei Chancen. Die erste hatte Havard Nielsen bereits nach vier Minuten vergeben, als er an Ingolstadts Torhüter Örjan Nyland gescheitert war, die größte jedoch hatte Zimmer. Er kam nach einer Stunde aus halbrechter Position zum Schuss, doch erneut hielt Nyland. "Das musste das 1:1 sein", meinte Funkel. "Dann hätten wir einen Punkt mitgenommen, so aber haben wir das nicht geschafft."

Kein Wort davon, dass Fortuna in Kapitän Oliver Fink (Adduktoren) und Abwehrspieler Kaan Ayhan (Sprunggelenk) sowie dem gesperrten Florian Neuhaus auf gleich drei Stammspieler verzichten musste und Benito Raman angeschlagen ins Spiel ging, das für ihn bereits vor der Pause beendet war. Beim belgischen Angreifer, ganz wichtig für Fortunas Spiel, brach die alte Blessur erneut auf. Im Gegenteil, Funkel hatte die Flucht nach vorn angetreten, allen Kritikern die Stirn geboten und eine offensive Formation gewählt, die freilich vor der Pause überhaupt nicht zur Geltung kam.

Reaktionen: "Das war eine Leistung, die gegen Ingolstadt nicht reicht"

Der Trainer tat die bei einigen aufkommende Unruhe nach drei Spielen ohne Sieg mit zwei Punkten kopfschüttelnd ab: "Wer geglaubt hat, dass wir bis zum Saisonende Tabellenerster bleiben, der ist ganz weit weg von der Realität. Unser Saisonziel ist Platz eins bis sechs." Allerdings lässt er keinen Zweifel daran, dass er am Montag nächster Woche gegen Dresden einen Heimsieg erwartet. Dann trägt Fortuna höchstwahrscheinlich nicht mehr die Karnevalstrikots. Vielleicht war es am Sonntag schon das letzte Mal.

 
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