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| 17.18 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Funkel gerät nach Sieg ins Schwärmen

Reaktionen: "Heute bin ich wirklich einmal rundum zufrieden"
Reaktionen: "Heute bin ich wirklich einmal rundum zufrieden"
Bielefeld/Düsseldorf. Fortunas Trainer hatte vor dem Spiel bei Arminia Bielefeld mächtig auf die Euphoriebremse getreten. Doch nach dem 2:0-Sieg auf der Alm zeigte sich Funkel angetan von der Leistung seiner Elf. Von Jessica Balleer

Immer wieder hatte Funkel vor dem Spiel betont, wie viel Spielglück die eigene Mannschaft in den ersten Ligaspielen zuweilen hatte. Und er hatte hervorgehoben, welch gute Arbeit Jeff Saibene in Bielefeld verrichte. Nach der verdienten Heim-Niederlage gab der Luxemburger Saibene das Lob zurück. Er zeigte sich als fairer Verlierer. "Wir haben heute gegen eine gute, eine bessere Mannschaft zu Recht verloren. Heute hat man gesehen, warum Fortuna an der Tabellenspitze steht."

Fortuna Düsseldorf setzte sich durch die Tore von Benito Raman (35.) und Florian Neuhaus (76.) gegen den Tabellenvierten Bielefeld durch, und präsentierte sich dabei wie ein Spitzenteam. In einer ordentlichen Startphase im Auswärtsspiel in der Schüco-Arena, setzten die Fortunen immer wieder Nadelstiche. Den Einsatz seines Teams und die Art und Weise, wie sich die Mannschaft über 90 Minuten verkaufte, würdigte auch Funkel: "Heute haben wir nicht wie in einigen Spielen zuvor Glück gehabt, heute haben wir überzeugend gewonnen. So kommen wir relativ nah an meine Vorstellung heran, wie man Fußball spielen sollte", sagte der Coach. "Wir waren über 90 Minuten im Spiel, haben kaum Möglichkeiten zugelassen, defensiv gut gestanden und dennoch immer wieder unsere Möglichkeiten nach vorn gesucht. Heute bin ich wirklich einmal rundum zufrieden."

Bielefeld - Fortuna: Einzelkritik FOTO: dpa, frg hak

Ein perfekter Pass von Hennings

Zwar hatte die Arminia etwas mehr Ballbesitz (54 Prozent), doch effizienter und gefährlicher spielte die Fortuna. Viele Male kam das Team gefährlich vor das Tor des Bielefelder Keepers Ortega. Vor allem Raman, der die Doppelspitze mit Rouwen Hennings bildete, besaß viele gute Chancen. Nach 35 Minuten dann verwertete er einen Pass von Hennings. "Es war ein perfekter Ball von Rouwen, den ich zum Tor aufnehmen konnte. Ich hatte eigentlich nicht mehr viel zu tun – nur den Ball aufnehmen, loslaufen und ihn reintun", spielte der Torschütze zum wichtigen 1:0 seine Rolle gleich nach Abpfiff herunter.

Dass die doppelte Sturmspitze gut funktionierte, harmonierte und auch eine Option für die kommenden Aufgaben ist, macht auch die Einordnung von Hennings deutlich: "Es ist ein sehr gutes Gefühl, neben Benito Raman auf dem Platz zu stehen. Ich gebe zu, ich habe noch nicht viel von ihm gehört, bevor er zu uns kam. Jetzt weiß ich, dass er selbst gut abschließen kann, dass er den Nebenmann einsetzen kann und wieselflink ist." Florian Neuhaus, der Torschütze zum entscheidenden 2:0, wirkte gelöst und zufrieden zugleich. Die Mannschaft habe gewusst, dass es ein schweres Spiel werden würde. "Aber wir haben den Matchplan super umgesetzt und endlich einmal wieder zu Null gespielt – das tut uns allen gut."

Indirekter Freistoß eine Fehlentscheidung

Auch nach Abpfiff noch beschäftigte die Spieler eine Entscheidung des Schiedsrichters Tobias Stieler. Der hatte in der Nachspielzeit einen Rückpass gesehen und Bielefeld einen indirekten Freistoß zugesprochen. Kaan Ayhan: "Zu diesem Freistoß in der Nachspielzeit wegen eines angeblichen Rückpasses kann ich nur sagen: Auch wenn es arrogant klingt, wenn ich den Ball zum Torwart spielen will, dann kommt der auch an. Das war nie ein Freistoß." Stieler habe Ayhan gleich gesagt, es sei eine "50:50-Entscheidung" gewesen. Funkel sagte nach dem Spiel zur selben Szene: "Ich finde es großartig von Schiedsrichter Stieler, dass er mir hinterher ehrlich gesagt hat, dass es kein Freistoß war.  , Ich weiß auch nicht, warum ich den gepfiffen habe', hat er mir gesagt – das finde ich menschlich klasse."

(ball/jol)
 
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