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| 14.37 Uhr

Funkel warnt vor Fortuna-Gegner
"Heidenheim wird sich nicht hinten reinstellen"

Fotos: Friedhelm Funkel – Rekord-Aufstiegstrainer aus Neuss
Fotos: Friedhelm Funkel – Rekord-Aufstiegstrainer aus Neuss FOTO: rtr, sasw
Düsseldorf. Mit dem 1. FC Heidenheim gastiert am Sonntag (13.30 Uhr/Live-Ticker) eines der unangenehmsten Teams der 2. Bundesliga bei Fortuna Düsseldorf. Das jedenfalls sagt Cheftrainer Friedhelm Funkel, der vor seinem 250. Spiel als Zweitliga-Trainer steht. Von Jessica Balleer

Auf der Pressekonferenz wirkte Funkel wie immer: Mit Ruhe, aber pointiert beantwortete er die Fragen. Zu seinen Wünschen, was die Punkteausbeute bis zur Winterpause angeht, wollte sich Fortunas Trainer allerdings nicht mehr äußern. Er vermutet, dass die Gäste, die als Tabellensechzehnter beim Spitzenreiter antreten, aggressiv auftreten werden. Das sagte Funkel...

...zu seinem Jubiläum:

"Das ist nichts Besonderes für mich, und das wusste ich auch gar nicht. Das interessiert mich überhaupt gar nicht, ob es jetzt das 250. oder das 263. Spiel oder was ist. Deswegen ist das auch kein besonderes Spiel für mich. Es ist ein Heimspiel in der eigenen Arena, wo wir weiterhin erfolgreich sein wollen."

...zum eigenen Kader:

"Ich habe am Sonntag 16 sehr, sehr gute Feldspieler  zur Verfügung und versuche, die richtige Mischung gegen Heidenheim zu finden. Ob es dann die richtige Mischung war, das ist ja für viele ergebnisabhängig, für mich nicht immer. Wer von Anfang an aufläuft, das werden wir sehen. Bei Olli Fink dauert die Adduktorenverletzung noch ein bisschen. Benito (Raman, Anm. d. Redaktion) hat heute ordentlich trainiert, aber wir gehen überhaupt kein Risiko ein.  Wie wir das Sonntag machen, hängt davon ab, wie er sich am Samstag fühlt. Er wird auf jeden Fall im Kader sein, wenn er sich gut fühlt. Er wird sicher spielen wollen, das will jeder Spieler. Aber die Verantwortung hat der Trainer."

...zu den Stärken der Heidenheimer:

"Das ist ein total sympathischer, guter Verein. Wir werden mit Heidenheim gegen eine der unangenehmsten Mannschaften in der Liga spielen, das haben die vergangenen Spiele von ihnen gezeigt. Sie haben gegen Nürnberg Selbstvertrauen geschöpft und werden ihre Stärken mit Sicherheit in den Standardsituationen haben. Es gibt keinen Spieler in der Liga, der die Standards konstanter, besser spielen kann, als Marc Schnatterer. Mit dem ruhenden Ball ist er in der Lage, Tore zu erzielen. Deswegen werden wir versuchen Standardsituationen zu vermeiden. Sie gehen stark auf den zweiten Ball, Robert Glatzel legt die Bälle gut ab, da müssen wir hellwach sein."

...zur Bilanz vergangener Duelle:

"In Heidenheim haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und trotzdem 0:2 verloren. Wir hatten damals durch Ihlas Bebou eine gute Möglichkeit und auch später einige weitere, haben aber einfach kein Tor gemacht. Hier in Düsseldorf haben wir 0:0 gespielt. Wenn ich mich richtig erinnere, war das ein von der Taktik geprägtes Spiel, wo beide Mannschaften kaum Tormöglichkeiten hatten. Aber vergangene Spiele haben überhaupt keinen Einfluss auf ein Spiel, das am jeweiligen Spieltag dann stattfindet. Wir müssen abwarten, wie sich beide Mannschaften aufeinander einstellen, wer den größeren Willen hat, wer vielleicht auch das nötige Quäntchen Glück hat, um sich am Ende durchzusetzen."

...zum Umschaltspiel der Fortuna:

"Die Spieler schaffen es gut, unsere Vorgaben umzusetzen. Das Wichtigste ist, dass jeder seine Aufgabe erfüllt und bereit ist, die entsprechenden Meter nach hinten zu machen, wenn wir den Ball verlieren. Das hat die Mannschaft in der Regel gut umgesetzt. Und ich hoffe, dass sie das bis zur Winterpause so weitermacht."

...zur Taktik der Fortuna:

"Wir müssen sehr gut stehen und vor allen Dingen bei Standardsituationen einen unglaublichen Willen zeigen, die Kopfballduelle zu gewinnen. Wenn wir dann die Räume bekommen und nach vorne spielen –  und das geht nicht immer so schnell,  wie das einige auf der Tribüne manchmal wollen –, aber wenn wir die Räume bekommen, dann besteht auch die große  Wahrscheinlichkeit, dass wir das Spiel gewinnen. Wir müssen versuchen, durch unser Kombinationsspiel nach vorne zu spielen."

...zum Auftreten der Gäste:

"Heidenheim wird sich nicht zurückziehen, denke ich. Sie haben auch auswärts im Pokal in Regensburg (5:2 für Heidenheim, Anm. d. Redaktion) sehr offensiv gespielt. Auch gegen Nürnberg haben sie sehr aggressiv attackiert. Ich glaube nicht, dass sie weit hinten stehen werden. Da gibt es wenige Mannschaften, die nach zwei Siegen ihr System ändern. Wenn doch, müssen wir Antworten finden."

 
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