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| 11.27 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Funkel hat seine Startelf gefunden

Fortunen feiern Sieg gegen Kaiserslautern
Fortunen feiern Sieg gegen Kaiserslautern FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat einen ausgeglichenen Kader. Trainer Friedhelm Funkel betont immer wieder, in dieser Saison weniger ausrechenbar zu sein. Eine Startelf kristallisiert sich nach dem 2:0 gegen Kaiserslautern aber deutlich heraus. Von Jan Dobrick

Sieben Spieler hat Funkel im Sommer dazubekommen, wenn man André Hoffmann (Kaufoption gezogen) und Rouwen Hennings (nach Leihe fest verpflichtet) nicht einrechnet. "Der Kader ist wesentlich größer geworden, wir haben in der Transferperiode sehr gute Arbeit gemacht und sind breit aufgestellt", sagte Funkel vor dem Lautern-Spiel: "Ich habe taktisch und personell große Möglichkeiten." Im Pokal überraschte der 63-Jährige, indem er rotierte.

Gegen den FCK wechselte Funkel dann wieder zurück. Seine Startelf scheint der Übungsleiter im Großen und Ganzen gefunden zu haben, auch wenn er erklärt: "Bei der Aufstellung wird es immer wieder Überraschungen geben." Natürlich wird es das, denn eine Saison ist lang und ein Kader will bei Laune gehalten werden. Doch viele Spieler sind nach dem starken Saisonbeginn einfach nicht aus der Startformation wegzudenken.

"Jeder muss sich immer reinhauen"

Hinten steht die Dreierkette: André Hoffmann, Kaan Ayhan und Niko Gießelmann verteidigen vor Stammtorwart Michael Rensing. Daran ist nicht zu rütteln, denn die Abwehr macht bislang einen stabilen Eindruck. "Jeder muss sich immer reinhauen, weil er sich nicht sicher sein kann, dass er am Wochenende spielt. Egal, wer reinkommt – alle bringen ihre Leistung", lobte Gießelmann nach dem 2:0 gegen Kaiserslautern.

Rensing fehlt – Nielsen trainiert weiterhin individuell FOTO: Falk Janning

Der Konkurrenzdruck ist hoch, doch bislang zeigt die erste Elf kaum Schwächen, also halten sich die Überraschungen in Grenzen. Innenverteidiger Robin Bormuth durfte hinten nur ran, wenn Ayhan ausfiel – im Pokal in Bielefeld mit Gelb-Rot, in der Liga gegen Lautern mit einer leichten Oberschenkelprellung. Und Gökhan Gül kommt vorrangig für die Regionalliga-Reserve zum Einsatz.

Zimmer ist sofort gesetzt

Auf der rechten Außenbahn bekam Jean Zimmer zuletzt den Vorzug vor Julian Schauerte und Jerome Kiesewetter. Der Kampf um den Platz in der ersten Elf ist hier noch nicht endgültig entschieden. Trotzdem ist es ein klares Signal an Schauerte und Kiesewetter: Zimmer, der gerade mal anderthalb Wochen in Düsseldorf ist, stand seit seiner Verpflichtung bereits zweimal in der Startformation.

"Genießen wir den Augenblick"

Auf der linken Seite sei Lukas Schmitz "absoluter Stammspieler", sagte Funkel vor dem Duell mit den Pfälzern. Und der Linksaußen, in Bielefeld aufgrund einer Rot-Sperre von Anderson Lucoqui vertreten, steuerte zum 2:0 gleich einen Assist bei. Ein Konkurrent für Schmitz, der gemeinsam mit Gießelmann die linke Außenbahn beackert, ist nicht in Sicht.

Bodzek saß zweimal draußen

Im zentralen Mittelfeld gibt es drei Plätze für vier Spieler. An Kapitän Oliver Fink und Marcel Sobottka führt kein Weg vorbei. Florian Neuhaus hat gegen Bielefeld und Lautern Adam Bodzek ausgestochen. Nicht nur, dass der 20-Jährige herausragend das Spiel der Rot-Weißen ordnet, er erzielt auch wichtige Tore. Özkan Yildirim hat es derweil erneut nicht in den Kader geschafft – er dürfte in Düsseldorf keine Zukunft haben.

Und im Angriff? Da sind Rouwen Hennings und Ihlas Bebou gesetzt, die in dieser Saison beide schon erfolgreich waren. Der schwedische Stürmer Emir Kujovic muss sich wohl erst einmal mit dem Platz auf der Bank zufriedengeben. Man darf gespannt sein, ob es Havard Nielsen gelingt, Hennings oder Bebou aus der Startelf zu verdrängen. Vielleicht wechselt Bebou ja auch noch. Nielsen fehlte in den vergangenen Wochen mit einem Muskelfaserriss im Hüftbeuger.

"Die Mannschaft ist gewachsen, wurde gut verstärkt und wird eine ganz andere Rolle spielen als in den Vorjahren", prognostizierte Lautern-Trainer Norbert Meier nach der Niederlage in Düsseldorf. Funkel hat die Qual der Wahl. Viele wichtige Entscheidungen sind aber bereits getroffen, wenn es am Sonntag zum Topspiel nach Sandhausen geht (13.30 Uhr/Live-Ticker).

 
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