| 13.09 Uhr

Fortuna-Trainer Funkel
"Ich möchte von meinen Spielern eine Erklärung"

Fortuna erzwingt das 2:2
Fortuna erzwingt das 2:2 FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Schwach angefangen, gut aufgehört: Fortuna Düsseldorf hat zum Saisonstart in die 2. Bundesliga 2:2 (1:2) beim SV Sandhausen gespielt. "Wir haben Moral bewiesen", sagte Trainer Friedhelm Funkel, benutzte aber auch die Adjektive "langsam", "behäbig" und "ängstlich". Von Jan Dobrick

Damit meinte er die vogelwilde Anfangsphase seines Teams und nicht Schiedsrichter Günter Perl, auf den er nach der Begegnung gar nicht gut zu sprechen war. Der Grund: Perl reagierte nicht schnell genug auf die Verletzung von Özkan Yildirim, der sich in der Nachspielzeit vor Schmerzen am Boden hin und her wälzte.

"Es ist eigentlich unglaublich, dass ein so erfahrener Schiedsrichter dieses klare Foul an Yildirim nicht gesehen hat. Er wollte noch nicht einmal das Spiel unterbrechen, obwohl sofort zu sehen war, dass etwas Schlimmeres passiert war", sagte Funkel – und legte nach: "Es war nicht der beste Tag von Herrn Perl, aber mit ihm habe ich ohnehin nicht die besten Erfahrungen gemacht." Rumms, das saß. Yildirim hat sich wohl eine Verletzung am Wadenbeinköpfchen zugezogen. Eine Kernspinuntersuchung soll am Sonntag Klarheit bringen.

"Wir werden uns zusammensetzen"

Klare Worte richtete der Fortuna-Coach auch an seine Schützlinge: "Wir werden uns zusammensetzen, denn ich möchte von meinen Spielern eine Erklärung, warum uns dieser Beginn passieren konnte." Passiert waren zwei Gegentore innerhalb von zwölf Minuten. "Den ersten Durchgang haben wir uns ganz anders vorgestellt", sagte Kapitän Oliver Fink. Er sprach damit sicher vielen Fortunen – ob auf dem Platz, im Stadion oder vor dem TV – aus der Seele. Die miese Anfangsphase kam dann doch überraschend. Zum Glück wurde es besser.

"Die Energieleistung von Lukas Schmitz vor dem 2:2 war ein Spiegelbild der zweiten Halbzeit, als wir immer weiter angerannt sind", lobte Adam Bodzek, der mit seinem Anschlusstreffer vor der Pause die Aufholjagd eingeleitet hatte. Der Österreicher Christian Gartner befand, die Fortuna habe in der zweiten Halbzeit "einiges aufgeholt". Bis Zählbares heraussprang, dauerte es allerdings. Und es benötigte die Hilfe von Eigentorschütze Daniel Gordon, noch so einem Unglücksraben.

"Es macht Mut, dass wir zurückgekommen sind", betonte Rechtsverteidiger Julian Schauerte. Und Mut können die Fortunen gebrauchen, schließlich geht es am 2. Spieltag gegen den Aufstiegs-Favoriten VfB Stuttgart.

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