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Fortuna Düsseldorf
Funkel setzt auf den jungen Robin Bormuth

Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel setzt auf Robin Bormuth
FOTO: imago/Oliver Ruhnke
Düsseldorf. Die Düsseldorfer müssen ihre Mannschaft vor dem Spitzenspiel gegen Hannover 96 umbauen, weil Kapitän Adam Bodzek gesperrt ist. Alles deutet darauf hin, dass Kaan Ayhan wieder auf die Sechs vorrückt und Bormuth verteidigt. Von Thomas Schulze

Es ist noch keinen Monat her, da erlebte der Zweitligist Fortuna Düsseldorf sein Waterloo. Im Achtelfinale des DFB-Pokals wurden die Düsseldorfer bei Hannover 96 richtig vorgeführt.

Nach 16 Minuten lagen die Gäste bei den Niedersachsen bereits mit 0:4 zurück und nach einem völlig indiskutablen Auftritt waren sie am Ende mit dem 1:6 noch gut bedient. Morgen Abend (18.30 Uhr) kommt es nun zu einem Wiedersehen der beiden Mannschaften – unter anderen Voraussetzungen. Die Düsseldorfer haben Heimrecht und nach der Tabelle befinden sie sich mit dem Bundesliga-Absteiger auf Augenhöhe. Der Tabellenfünfte empfängt den Dritten, der nur zwei Punkte besser da steht.

Die 1:6-Pleite vom 26. Oktober haben die Düsseldorfer nicht vergessen. "Wir haben das aufgearbeitet", sagt Robin Bormuth, "aber ein ganz klein bisschen ist das natürlich noch im Hinterkopf." Das ist sicherlich eine ganz gute Voraussetzung, um ähnlich desaströse Fehler morgen zu vermeiden. Bormuth stand bei dem Debakel aber nicht auf dem Platz. Trainer Friedhelm Funkel hatte dem 21-Jährigen eine Pause gegönnt und dafür den 34 Jahre alten Routinier Alexander Madlung nach abgelaufener Sperre wieder in die Innenverteidigung gestellt. Der Pokal-Auftritt war das bislang letzte Spiel des ehemaligen Nationalspielers, der wegen seiner Rückenprobleme oft kürzertreten muss.

Auch die Statistik spricht eindeutig für das Talent Bormuth. Mit Madlung in der Abwehr holte die Fortuna in sieben Spielen neun Punkte und 8:9 Tore, mit Bormuth waren es in sieben Begegnungen immerhin 16 Punkte und 12:4 Tore. Aus diesen Zahlenspielen leistet Bormuth allerdings keinen Anspruch auf seinen Einsatz ab: "Das ist allein die Sache des Trainers."

Dass er am Sonntag beim 1:0 beim FC St. Pauli nur kurz eingewechselt wurde, ärgert ihn nicht. "Es ist mein erstes Jahr als Profi. Da wäre es doch vermessen, wenn ich enttäuscht wäre", sagt Bormuth. Und er begründet das: "Ich habe sieben Spiele absolviert, davon fünf über die volle Distanz. Wenn mir vor der Saison jemand angeboten hätte, dass ich von den ersten zwölf Spielen in sieben zum Einsatz kommen, davon fünf Mal von Beginn an, das hätte ich sofort angenommen." Für Robin Bormuth ist die Saison 2016/2017 bisher ähnlich gut gelaufen wie für die gesamte Fortuna, die nach einem drei Jahre langen, beängstigenden Abwärtsrend mit angemessen bescheidenen Zielen in die neue Spielzeit gegangen war.

Quelle: RP
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