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| 15.34 Uhr

Fortuna gegen Darmstadt
Funkel hofft auf kleine Rotation mit großer Wirkung

So könnte Fortuna gegen Darmstadt spielen
Düsseldorf. Fortuna ist in aller Munde. Die Rückkehr in die Bundesliga ist zumindest denkbar und im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach nächste Woche wird die Stimmung in der ausverkauften Arena schon erstligareif sein.

Diese Woche unterhielt sich Friedhelm Funkel mit Berti Vogts. "Ich habe eine richtig gute Mannschaft, bestimmt 17 Spieler, die auf einem gleich hohen Niveau spielen", schwärmte der Coach von Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf dem früheren Fußball-Bundestrainer vor.

Funkel ist von seinem Team begeistert. Dass er in der vergangenen Woche seinen geschätzten Co-Trainer Peter Hermann an den deutschen Rekordmeister Bayern München verloren hat, kann die Laune des 63-Jährigen nicht trüben: "Wir blicken nach vorne und nicht zurück."

Im ersten Spiel ohne die Unterstützung des Vertrauten von Bayern-Coach Jupp Heynckes zeigte die Fortuna beim Sieg in Bielefeld (2:0) ihre bislang beste Saisonleistung. "Ich bin ja oft sehr kritisch. Aber das war fantastisch", sagte Funkel, fügte aber an: "Wir sind nicht blauäugig und haben für die nächsten Wochen und Monate noch Verbesserungspotenzial."

Funkels Team trainiert das "Verschieben" FOTO: Falk Janning

"Die spielen so, wie Torsten Frings früher gespielt hat"

Von der Bundesliga-Rückkehr der Fortuna nach fünfjähriger Abstinenz will der Trainer-Routinier deshalb noch nichts wissen. "Träumen vom Aufstieg dürfen alle, wir aber müssen weiter hart arbeiten", sagte der Aufstiegsspezialist. Mit Bayer Uerdingen (1992, 1994), dem MSV Duisburg (1996), dem 1. FC Köln (2003) und Eintracht Frankfurt (2005) gelang ihm schon fünfmal der Sprung ins Oberhaus.

Das ist für Funkel aber Schnee von gestern. Er beschäftigt sich lieber mit dem kommenden Gegner SV Darmstadt (Freitag, 18.30 Uhr/Sky), der auf Tobias Kempe und wohl auch auf Sandro Sirigu verzichten muss. "Die Lilien geben niemals auf, egal, wie es steht. Deshalb müssen wir bis zum Abpfiff konzentriert arbeiten", sagte Funkel über den Bundesligaabsteiger aus dem Hessischen. Und: "Sie haben den Anspruch, in die Bundesliga zurückzukehren. Ich weiß, was auf uns zukommt", sagte Funkel, der die Mentalität des Tabellenachten mit der des Darmstädter Trainers vergleicht. "Die spielen so, wie Torsten Frings früher gespielt hat." Mit 15 Punkten liegen die Hessen zwar zehn Punkte hinter der Spitze, dennoch hat das Team große Qualitäten.

2. Bundesliga 17/18: Unsere Tipps zum 14. Spieltag FOTO: Bundesliga

Funkel lobt die Scoutingabteilung

Am 24. Oktober steht dann das Highlight des Jahres für die Fortuna auf dem Programm. Im DFB-Pokal trifft der zweimalige Cupsieger auf den Erzrivalen Borussia Mönchengladbach. "Wie spielen vor ausverkauftem Haus mit 50.000 Zuschauern und haben nichts zu verlieren. Im Moment spielt das Match in unseren Köpfen aber noch keine Rolle", sagte Funkel.

Dass die Euphorie in Düsseldorf von Tag zu Tag zunimmt, hat auch mit der gutem Einkaufspolitik zu tun. "Unsere Scoutingabteilung hat einen tollen Job gemacht", sagte Funkel über den schon 72 Jahre alten Sportvorstand Erich Rutemöller, Chefscout Uwe Klein und deren Mitarbeiter.

Vor allem die Neuzugänge Benito Raman, Takashi Usami, Florian Neuhaus, Niko Gießelmann und Jean Zimmer sowie Torwart Raphael Wolf, der seit einigen Wochen den angeschlagenen Stammtorwart Michael Rensing ersetzt, erweisen sich als Volltreffer.

"Bei uns kann jeder Spieler den Unterschied machen, darum wechsel ich auch viel. Es wird auch gegen Darmstadt nicht die gleiche Startaufstellung geben", verriet Funkel. Manchmal bestehen die Änderungen allerdings nur aus Nuancen. Der Trainer weiß auch, dass nicht alle Begegnungen so gut laufen wie in Bielefeld: "Wir haben einige Spiele glücklich gewonnen." 

Kein Wunder, dass man bei der Fortuna optimistisch in die Zukunft schaut, wie auch auf der jüngsten Bilanzpressekonferenz von Vorstand Robert Schäfer verdeutlicht wurde. Sportlich wird diese Saison ein Platz im oberen Drittel angepeilt, beim Umsatz (28,3 Millionen Euro) eine Steigerung von zehn Prozent und beim wirtschaftlichen Ergebnis ein deutlicher Sprung in die Gewinnzone - nicht zuletzt weil durch die Wechsel von Stürmer Ihlas Bebou zu Hannover 96 und Hermann zu den Bayern rund 6,5 Millionen Euro erlöst wurden.

(cbo/sid/dpa)
 
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