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Fortuna Düsseldorf
Funkels Lust und Last mit der Pause

Die Bilanz der Fortuna-Trainer seit 2003
Die Bilanz der Fortuna-Trainer seit 2003 FOTO: dpa, bt gfh
Düsseldorf. Vier Wochen Pause zwischen zwei Heimspielen sind zu viel - das war Fortunas Fans ebenso klar wie dem Cheftrainer. Inzwischen macht der aber seinen Frieden mit der Situation: Grund sind die vielen Verletzten. Von Bernd Jolitz

Böse Zungen behaupten, Fortunas letztes Heimspiel liege schon so lange zurück, dass sich nur die älteren Fans daran erinnern können. Am 12. August fand es statt, die Düsseldorfer schlugen den VfB Stuttgart 1:0 - und winkten anschließend zum letzten Mal für längere Zeit ins Publikum. Stand heute ist die Partie bereits 25 Tage her, und bis am Sonntag um 13.30 Uhr die Begegnung mit Greuther Fürth angepfiffen wird, wird die Heimspielpause auf 30 Tage angewachsen sein.

Mehr als vier Wochen zwischen dem ersten und dem zweiten Heimspiel der Saison sind schon ein starkes Stück, fast eine zweite Sommerpause - da waren sich die Fans und Trainer Friedhelm Funkel absolut einig. "Das hätte man vielleicht etwas besser legen können", sagte der Coach kurz vor dem Pokalspiel bei Hansa Rostock (3:0), das auf die Stuttgart-Partie folgte. "Bereits nach drei Zweitliga-Spieltagen und sogar nur einem in der Bundesliga ein Länderspiel-Wochenende anzusetzen, ist schon unglücklich."

Der Chefcoach dachte dabei in erster Linie an die Anhänger. "Sie mussten wegen der Europameisterschaft ohnehin ein Vierteljahr warten, bis sie uns wieder in der Arena sehen konnten. Und jetzt sind es dann schon wieder vier Wochen."

Diesmal war freilich auch eine Menge Pech im Spiel. So konnten die Spielplanmacher der Deutschen Fußball Liga nichts dafür, dass der internationale Kalender bereits für das erste September-Wochenende den Auftakt der WM-Qualifikation vorsah. Pech auch, dass im Anschluss an das Pokalspiel - für Fortuna ja zwingend auf fremdem Geläuf - auf dem Betzenberg noch ein Auswärtsspiel anstand, ehe es in die pflichtspielfreie Zeit ging. All das ist dennoch ein schwacher Trost für die Fans und auch für Finanzvorstand Paul Jäger, der 30 Tage auf Zuschauereinnahmen verzichten muss.

Vielleicht fallen diese ja deshalb umso höher aus, denn Fortuna hat vor der Pause durch ansprechende Leistungen und gute Leistungen eine Menge Werbung für sich gemacht. Und da auch Gegner Fürth gut aus den Startlöchern gekommen ist (Vierter mit sechs Punkten), sind die Weichen für guten Besuch gestellt. 21.241 Zuschauer kamen in der vergangenen Saison zur Partie gegen die Mittelfranken in die Arena - diesmal dürften es einige tausend mehr sein.

Inzwischen hat Funkel überdies seinen Frieden mit der Pause gemacht. Grund ist das Verletzungspech, das die Düsseldorfer in schier unglaublicher Weise heimgesucht hat. Vor dem trainingsfreien Sonn- und Montag fehlten neun Profis wegen unterschiedlicher Blessuren bei den Übungseinheiten. Bei den etwas leichteren Fällen - Alex Madlung, Lars Unnerstall (beide Rücken) und Maecky Ngombo (Oberschenkel) - besteht Hoffnung auf Rückkehr. Aber für alle gilt, dass es ein wenig mehr Zeit zum Auskurieren gab. Wenigstens etwas.

Quelle: RP
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