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| 14.52 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fünf Erkenntnisse aus dem Lautern-Spiel

Fortunen feiern Sieg gegen Kaiserslautern
Fortunen feiern Sieg gegen Kaiserslautern FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern verdient gewonnen. Doch welche Erkenntnisse lieferte der 2:0-Sieg gegen die "Roten Teufel"? Eine Analyse. Von Jan Dobrick

Neuhaus verdrängt Bodzek

Florian Neuhaus stand schon im Pokal von Beginn an auf dem Rasen – die Fortunen setzten sich mit 3:1 nach Verlängerung in Bielefeld durch. Und auch gegen Kaiserslautern ließ Trainer Friedhelm Funkel den 20-Jährigen im Mittelfeld auflaufen – Neuhaus zahlte mit Leistung zurück, erzielte das 2:0 mit einem schönen Fernschuss. Der Leidtragende? Routinier Adam Bodzek, der ungewohnt viel Zeit auf der Bank verbringen muss. In Bielefeld kam er gar nicht zum Einsatz, gegen den FCK elf Minuten. Der Umbruch bei Fortuna ist in vollem Gange. Ein als Leistungsträger fest eingeplanter Profi wie Bodzek muss sich plötzlich strecken, um Einsatzzeit zu bekommen.

Die Startelf steht in etwa

Fortuna-Trainer Funkel hat mehr Optionen als in der vergangenen Saison, jede Position ist nahezu gleichwertig doppelt besetzt. Dennoch zeichnet sich nach dem dritten Spieltag eine erste Elf ab. Im Tor ist Michael Rensing unumstritten, in der Abwehr spielen André Hoffmann, Kaan Ayhan und Niko Gießelmann. Im Mittelfeld scheinen sich Lukas Schmitz, Jean Zimmer, Oliver Fink, Marcel Sobottka und Neuhaus gesucht und gefunden zu haben. Und im Sturm vertraut Funkel auf Rouwen Hennings und Ihlas Bebou. Emir Kujovic muss sich mit der Rolle als Joker zufriedengeben. Der angeschlagene Havard Nielsen braucht Zeit, um sich heranzukämpfen. Ein Startelf-Kandidat wäre der Norweger aber auch.

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Funkel vertraut der Dreierkette

Die Düsseldorfer stehen hinten stabil. Die Dreierkette aus Hoffmann, Ayhan und Gießelmann, die Funkel auch gegen Kaiserslautern spielen ließ, funktioniert immer besser. Strafraumszenen erlaubten die Rot-Weißen dem FCK in den 90 Minuten kaum. Gefahr flammte nur nach Standardsituationen oder durch Fernschüsse auf. Verteidiger Gießelmann hatte die meisten Ballaktionen aller Feldspieler (80), Ayhan gewann die meisten Zweikämpfe der Fortunen (67 Prozent). Dreimal stellte Funkel nun eine Dreierkette in der Abwehr auf, nur gegen Aue versuchte er es mit einem Mann mehr. Das System für die Saison 2017/18 scheint gefunden.

Bebou gibt weiter Vollgas

Dass Bebou von einem Wechsel in die Bundesliga träumt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Am liebsten würde er sich schon in diesem Sommer einem Erstligisten anschließen. Fortuna fordert eine Ablöse von fünf Millionen Euro. Es gibt Interessenten, die aber bislang nicht bereit sind, so viel Geld auf den Tisch zu legen. Bebou verhält sich vorbildlich, er stellt sich nicht quer, wie manch anderer derzeit im Fußballgeschäft, der seinen Wechsel erzwingen will. Der 23-Jährige erhöht lieber sportlich seinen Marktwert. Gegen Kaiserslautern köpfte er kurz vor der Pause das 1:0. Zugegeben, er hätte noch ein, zwei Tore mehr machen können, aber wir wollen ja nicht päpstlicher sein als der Papst.

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Schmitz glänzt wieder als Vorbereiter

Gießelmann und Schmitz kombinieren auf der linken Seite, als würden sie schon jahrelang zusammenspielen. Hinten halten sie dicht und vorne bereiten sie Tore vor. In Erinnerung geblieben ist etwa Gießelmanns Solo-Aktion beim 2:2 gegen Eintracht Braunschweig, als er zwei Gegenspieler tunnelte, um das zwischenzeitliche 1:0 von Sobottka vorzubereiten. Schmitz legte gegen Braunschweig den zweiten Treffer durch Neuhaus auf. Und auch gegen Lautern steuerte er am dritten Spieltag einen Assist bei. In den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 kam er jeweils auf vier Vorlagen. In dieser Saison ist er auf dem besten Weg, diese Marke zu knacken.

 
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