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Fortuna Düsseldorf
Demirbay wird für fünf Wochen gesperrt

Fortuna Düsseldorf: Fünf Wochen Sperre für Kerem Demirbay
Kerem Demirbay wird der Fortuna fünf Wochen lang fehlen. FOTO: Imago
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Kerem Demirbay ist für fünf Wochen gesperrt worden. Damit wurde die Strafe im Laufe der Ermittlungen heruntergesetzt, zunächst sollte der Spielmacher fünf Spiele (zwei davon auf Bewährung) gesperrt werden.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Demirbay wegen eines unsportlichen Verhaltens mit der Sperre von fünf Wochen für jegliche Fußballspiele belegt. Diese läuft von Dienstag bis einschließlich 11. Januar 2016. Damit fehlt er der Fortuna nur zwei weitere Pflichtspiele, da Ende Dezember die Winterpause beginnt. Allerdings darf er in dieser Zeit auch keine Testpartien bestreiten. Die Bewährungsstrafe fällt hingegen weg.

Hans E. Lorenz, der als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts das Urteil aussprach, erklärt dazu: "Die Zeitsperre entspricht dem Wortlaut des Diskriminierungs-Paragraphen 9, Absatz 2, der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung. Durch die zeitliche Begrenzung der Strafe ist Kerem Demirbay nach der Winterpause direkt wieder spielberechtigt. Ihm war zugute zu halten, dass er sportgerichtlich bislang nicht in Erscheinung getreten ist, sich bei der Schiedsrichterin entschuldigt hat und seine Äußerung bedauert, er eine vereinsinterne Geldstrafe bekommen und auf freiwilliger Basis als Schiedsrichter ein Mädchenspiel geleitet hat."

Der Profi hatte, nachdem er im Spiel der Fortuna beim FSV Frankfurt vom Platz verwiesen worden war, Schiedsrichtern Bibiana Steinhaus beleidigt: "Frauen haben auf einem Fußballplatz nichts zu suchen." Nach dem Fehltritt entschuldigte er sich sowohl öffentlich als auch persönlich bei Steinhaus. Zudem leitete er ein Mädchenfußballspiel in Düsseldorf als Schiedsrichter. Allerdings sorgte das wiederum für gemischte Reaktionen, da er in Zivil und einem schicken Mantel auflief. Daraufhin veröffentlichte Interimsvorstandsvorsitzender Paul Jäger einen offenen Brief, in dem er Kemirbay in Schutz nahm

(cfk)
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