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| 18.01 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Für Zimmer geht's gleich gegen den Ex

Das ist Jean Zimmer
Das ist Jean Zimmer FOTO: Fortuna Düsseldorf/Twitter
Düsseldorf. Jean Zimmer steht mit dem Fuß auf dem Gaspedal, seit er am vergangenen Donnerstag in Düsseldorf unterschrieben hat. Im Pokal durfte er für seinen neuen Arbeitgeber gleich ran. Und nun folgt ein besonderes Spiel: Am Samstag (13 Uhr/Live-Ticker) geht's gegen die alte Liebe. Von Jan Dobrick

"Ich hab' mein Lautern-Trikot, da brauche ich kein Bayern-Trikot", antwortete Jean Zimmer im SWR auf die Frage, warum er sein Trikot nach dem Pokal-Halbfinale 2014 bei den Bayern (1:5) nicht mit Philipp Lahm getauscht habe. Ein Satz, der zeigt, wie verbunden sich der Verteidiger mit Verein und Region fühlt. Zimmer spielte schon als Zehnjähriger für die "Roten Teufel". Und darum ist es für ihn kein Spiel wie jedes andere, wenn Ex-Klub Kaiserslautern am Samstag in der Esprit-Arena aufläuft, um die Punkte zu entführen.

Zimmer wollte eigentlich in die Bundesliga

Zimmer durchlief die gesamte Jugendabteilung der Pfälzer – gemeinsam mit Dominique Heintz (1. FC Köln) und Willi Orban (RB Leipzig), denen in der Bundesliga der Durchbruch gelungen ist. Auch der 23-Jährige wollte unbedingt in der Bundesliga spielen, schaffte es mit dem FCK nicht und schloss sich nach 66 Spielen für die Profis im Sommer 2016 dem VfB Stuttgart an. Blöd nur, dass die Schwaben in die Zweitklassigkeit abstiegen, als Zimmer gerade seinen Vertrag unterzeichnet hatte – Künstlerpech. Jetzt, nach dem Aufstieg, brauchen sie ihn beim VfB erst einmal nicht. Fortuna aber schon.

Und der 1. FC Kaiserslautern? Der hätte durchaus auch etwas mit seinem früheren Publikumsliebling anfangen können, doch der Klub ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Und auch sportlich zählen die Pfälzer aktuell nicht zu den interessanten Adressen in der 2. Bundesliga. In der vergangenen Saison hielten sie mit Mühe und Not die Klasse. Und die Mannschaft, die in diesem Sommer einen extremen Umbruch erlebte, könnte auch in dieser Spielzeit ihre Probleme bekommen. Nach zwei Spielen ist ein magerer Punkt auf dem Konto, der Platz 14 bedeutet.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Zimmer hingegen, der denkt an anderen Tabellenregionen: "Platz sechs und besser sollte unser aller Ziel sein", sagte der Rechtsverteidiger bei seiner Vorstellung in der vorigen Woche. Mit einem Heimsieg gegen Kaiserslautern wären die Fortunen absolut im Soll, nimmt man das ambitionierte Saisonziel als Maßstab. Die "Roten Teufel" würde man natürlich ins Schlamassel stürzen – daran dürfte Zimmer allerdings keinen Gedanken verschwenden, hier hört die Liebe auf.

Der FCK hat sich ohnehin stark verändert, seit Zimmer den Klub verlassen hat. Auf sechs alte Bekannte könnte der Neu-Düsseldorfer am Samstag treffen: Torwart Marius Müller, Stipe Vucur, Patrick Ziegler, Manfred Osei Kwadwo, Kacper Przybylko und FCK-Kapitän Daniel Halfar, wobei nur Müller, Vucur und Halfar zuletzt beim 1:1 gegen Darmstadt in der Startelf standen. Przybylko kämpft sich derzeit nach einer Mittelfußoperation zurück.

Gute Erinnerungen an Kaiserslautern

Dagegen ist Zimmer topfit und einsatzbereit. Die Chancen sind groß, dass er gegen den FCK sein Heim-Debüt feiern wird. Bei Fortuna hat er sich die Rückennummer 39 ausgesucht, die zuvor Alexander Madlung getragen hatte. Warum? Weil er damit eine "tolle Zeit" in Lautern hatte. "Back to the roots", betonte der Abwehrmann augenzwinkernd. Ob er am Samstag wohl sein Fortuna-Trikot tauschen wird?

 
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