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Fortuna Düsseldorf
Okotie sorgt für Schrecksekunde – später für Erleichterung

Okotie bricht auf dem Platz zusammen
Okotie bricht auf dem Platz zusammen FOTO: dpa, mjh fdt
Düsseldorf. Trotz des souveränen Sieges von Fortuna Düsseldorf gegen 1860 München war die Stimmung zum Ende des Spiels hin bedrückt. Rubin Okotie war plötzlich auf dem Platz zusammengebrochen. Sein Verein gab später glücklicherweise Entwarnung.

 "Mir geht's wieder gut, auch wenn der Kopf noch ein bisschen brummt und ich ein paar Tage kürzertreten muss", schrieb der Stürmer am Montag auf seiner Facebook-Seite. Nach Klubangaben schaute der 28-Jährige am gleichen Tag bereits wieder am Sechziger Trainingsgelände vorbei.

Vielen Dank für eure Genesungswünsche Ich bin gestern Nacht noch nach Hause gekommen.Mir geht's wieder gut, auch wenn...

Posted by Rubin Rafael Okotie on  Monday, September 14, 2015

Von einer Sekunde auf die andere wurde es still in der Arena. Beinahe ohne Atempause hatten die Düsseldorfer Anhänger ihre Fortuna nach vorn gepeitscht, so ihren Beitrag zum 3:0-Sieg gegen 1860 München geleistet. Doch als dann nach 70 Spielminuten "Löwen"-Angreifer Okotie plötzlich zusammenbrach und regungslos liegenblieb, stockte auch den Anhängern des Heimteams der Atem.

Reaktionen: "Fortuna hat sich in einen Rausch gespielt"

Kurz zuvor war der Österreicher mit Fortuna-Torhüter Michael Rensing zusammengeprallt. Ein Freistoß in den Strafraum hatte der Keeper aus der Gefahrenzone geboxt, der Stürmer hatte dabei nur auf den Ball geachtet und war in Rensing hineingerannt. "Er hatte ganz glänzende Augen", berichtete der Torwart. "Da dachte ich mir gleich: Dem geht's gar nicht gut." 1860-Coach Torsten Fröhling sagte nach der Partie: "Ohne die Bilder nochmal gesehen zu haben, würde ich sagen, dass man da auch Elfmeter geben kann."

Okotie spielte dennoch weiter – allerdings nur wenige Augenblicke. Bei einer Ecke der Gäste brach er plötzlich zusammen. Der Schock bei den Verantwortlichen und Zuschauern saß tief. Fortunas Mannschaftsarzt Ulf Blecker sah sofort die Gefahr und sprintete über den Platz zu dem 28-Jährigen. "Er war weggetreten und hatte die Zunge verschluckt", berichtete Blecker. "Dass er sich dann unkontrolliert übergab, ist eine normale Reaktion. Mir machte jedoch mehr Sorgen, dass er wieder wegdämmerte, nachdem er einmal wieder zur Besinnung gekommen war."

Okotie wurde mit einer Trage vom Platz gebracht und von Blecker zum MRT in die Uniklinik beordert, "weil eine Schädelverletzung nicht auszuschließen war". Auch die Fortunen sorgten sich um den Österreicher, sowohl Frank Kramer als auch Axel Bellinghausen wünschten ihm gute Besserung. "Ich wünsche Rubin Okotie gute Besserung und eine schnelle Genesung", so der Linksfuß. Die Kernspin-Bilder waren aber zum Glück unauffällig, so dass der Stürmer noch am Sonntag mit einem Betreuer seiner Mannschaft hinterherreisen konnte.

Bei den Fans wurde nach der Aktion das Betreuerteam allerdings kritisiert. Nach dem Zusammenprall hätten die 1860-Verantwortlichen den Stürmer sofort vom Platz nehmen müssen – so die Meinung der Außenstehenden. "Meine Güte, nach sowas muss der Spieler sofort raus. Egal wenn man nicht mehr wechseln kann", erklärte ein User auf Twitter. Die Münchner hatten zu dieser Zeit schon drei Mal gewechselt.

(jol/cfk)
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