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Fortuna Düsseldorf
Fortuna hat Ladehemmung

Fortuna Düsseldorf hat Ladehemmung
Rouwen Hennings wartet noch auf seinen ersten Treffer. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf tut sich schwer damit, Tore zu schießen. In fünf Spielen in der 2. Bundesliga gelangen der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel magere vier Treffer, darunter ein Eigentor des Gegners.  Von Jan Dobrick

Bislang war nur ein einziger Angreifer erfolgreich - und das per Elfmeter. Ihlas Bebou erzielte am 2. Spieltag das Tor zum 1:0 gegen den VfB Stuttgart.

Die bittere Ironie an der Torflaute der Rheinländer ist, dass zwei Ex-Stürmer gerade für Furore sorgen: Joel Pohjanpalo und Collin Quaner. Bei Bayer Leverkusen reichten Pohjanpalo 30 Minuten für vier Bundesliga-Tore. Quaner, gebürtiger Düsseldorfer, thront mit fünf Treffern für Union Berlin an der Spitze der Torjägerliste in der zweiten Liga.

In Düsseldorf, das heute in der Esprit-Arena auf den VfL Bochum trifft (17.30 Uhr/Live-Ticker), trägt Rouwen Hennings die Hoffnung von Klub, Trainer und Fans. Der 29-Jährige reibt sich seit drei Spielen zwischen den gegnerischen Innenverteidigern auf. Doch neben dem nötigen Quäntchen Glück fehlt auch ein Zehner, der den Angreifer in Szene setzt.

Es fehlt ein Spielmacher Manchmal hat man das Gefühl, Funkel hätte einen Mann wie Oliver Fink gerne elfmal auf dem Platz. Der Kapitän geht voran, ist lauffreudig, erfahren und erzielt ab und zu ein Tor. Aber er ist eben nicht die Lösung für alles. Und vor allem ist er kein Zehner. Der Abgang von Strippenzieher Kerem Demirbay, der in der vorigen Saison elfmal traf und fünf Tore auflegte, hat eine Lücke gerissen. Den technisch besten Spieler konnte die Fortuna nicht ersetzen.

Hennings braucht Zeit Vor allem Hennings, 2015 Zweitliga-Torschützenkönig mit 17 Treffern, beackert unermüdlich die gegnerischen Abwehrspieler. Bisher hat er eine Vorlage auf dem Konto, aber noch kein Tor. Funkel ist zufrieden mit dem Mittelstürmer, sieht aber noch Luft nach oben: "Er muss sich die Spielpraxis über Einsätze holen", betont der Trainer immer wieder. Die Nachwuchstalente Emmanuel Iyoha und Kemal Rüzgar müssen zurückstecken. Maecky Ngombo ist gerade erst wieder fit, Marlon Ritter noch verletzt.

Aktionen der Flügelspieler verpuffen Bislang vertraut Funkel auf Routinier Axel Bellinghausen und den talentierten Ihlas Bebou. Bellinghausen investiert viel, bewirkt aber derzeit wenig. Beim flinken Bebou sieht man Licht und Schatten. Jerome Kiesewetter ist der erste Wechselkandidat, sorgt aber auch noch nicht wirklich für Wirbel. Es braucht Spieler, die sich ins Eins-gegen-Eins trauen, die dynamisch Richtung Tor ziehen. Er habe noch Offensivpotenzial brach liegen, sagte Funkel zuletzt und meinte Arianit Ferati und Özkan Yildirim. Außerdem müsse sein Team "vor dem Tor gieriger sein". Ferati hat seine Muskelverletzung auskuriert und könnte heute gegen Bochum erstmals in der Startelf stehen. Yildirim ist noch verletzt, trainiert aber zumindest wieder mit der Mannschaft.

Quelle: RP
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