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| 07.08 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Heimkehrer Cebe will ein Vorbild sein

Heimkehrer Cebe trainiert erstmals mit Fortunas U23
Heimkehrer Cebe trainiert erstmals mit Fortunas U23 FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Der 34-Jährige, maßgeblich an Fortunas Aufstieg in die 2. Bundesliga 2009 beteiligt, soll die jungen Spieler in Fortunas Zweitvertretung führen. "Ich habe mich für Fortuna und meine Familie und gegen viel Geld entschieden", sagt er. Von Bernd Jolitz

Ahmet Cebe ist ein bekennender Familienmensch. Wobei "Familie" für ihn mindestens zwei Bedeutungen hat – zum einen seine Ehefrau Karen und seine Töchter Lara und Luisa, zum anderen die Fortuna. Zwar war der gebürtige Krefelder bereits 22, als er sich nach seinen Stationen Rasensport Krefeld, Anadoluspor Krefeld, KFC Uerdingen und Schalke 04 II den Düsseldorfern anschloss. Aber was dann folgte, war weit mehr als eine übliche Beziehung zwischen Fußballprofi und Arbeitgeber. "Fortuna ist eben Fortuna", sagt Cebe. "Deshalb habe ich mich sofort intensiv mit dem Gedanken an eine Rückkehr beschäftigt, als der Verein mich im Winter ansprach."

Die Rolle, die die Fortuna-Führung damals für ihn vorsah, ist nun die, die Cebe auch tatsächlich angeht. Der inzwischen 34-Jährige soll in der Regionalliga für die Zweitvertretung spielen, dabei jedoch weit mehr tun als nur die rechte Außenbahn in gewohnter Manier zu beackern: Er soll der Leitwolf für die vielen jungen Spieler werden, ihnen den nötigen Halt im zu erwartenden schweren Kampf um den Klassenerhalt geben.

"Ich freue mich auf die Aufgabe mit den jungen Wilden", sagt Cebe, der in dieser Führungsrolle in die Fußstapfen von Christian Weber tritt, der nach einer schweren Knieverletzung im Oktober immer noch nicht fit ist und nun im Scouting-Team Fortunas arbeitet. "Hinzu kam, dass meine Familie schon seit einem Jahr wieder hier lebt. Ich habe mich für sie und für Fortuna und somit gegen eine Menge Geld entschieden, dass ich in der Türkei noch hätte verdienen können. Aber das wäre eben weit weg von zu Hause gewesen." Cebe, der 2009 maßgeblich am Wiederaufstieg der Düsseldorfer in die Zweite Bundesliga beteiligt war, ist mit dem Klub Sivasspor gerade erst in die türkische erste Liga (Süper Lig) aufgestiegen und besaß noch bis Juni 2018 einen gut dotierten Vertrag. "Ich habe Sivasspor aber um die Auflösung des Kontrakts gebeten, und zum Glück ist der Verein meinem Wunsch nachgekommen", berichtet er.

Am Donnerstagmorgen traf der 34-Jährige per Flugzeug in Düsseldorf ein und postete kurz darauf sein erstes Foto vor einer Geschäftsstellenwand mit dem Fortuna-Logo. Am Nachmittag zog er dann gleich die Trainingsklamotten über und absolvierte im Post-Stadion an der Dreherstraße seine erste Einheit mit der Truppe von Trainer Taskin Aksoy. Am Samstag um 14 Uhr ist er für das Testspiel der "Zwoten" gegen Westfalia Herne, ebenfalls im Post-Stadion, eingeplant. Ob er nach acht Jahren bei Denizlispor, Karabükspor, Akhisarspor und Sivasspor womöglich noch einmal für Fortunas Zweitliga-Team spielt? "Wer weiß?", sagt er lachend. "Fit bin ich jedenfalls."

Quelle: RP
 
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