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Fortuna Düsseldorf
Gute Fortuna punktet in Bielefeld

Bielefeld - Fortuna: Einzelkritik
Bielefeld - Fortuna: Einzelkritik FOTO: Falk Janning
Bielefeld. Fortuna Düsseldorf hat im Abstiegskampf einen weiteren Auswärtspunkt ergattert – doch vollends zufrieden wird die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel die Bielefelder Schüco-Arena nach dem 0:0 bei der Arminia nicht verlassen haben. Von Bernd Jolitz

Über weite Strecken waren die Gäste die bessere Mannschaft, spielten sich aber letztlich nicht genügend Torchancen heraus, um einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. So liegt Fortuna nun vier Zähler vor dem SC Paderborn, der den ersten direkten Abstiegsplatz einnimmt, und zumindest bis Sonntag drei vor dem Sechzehnten TSV 1860 München.

 

Bevor es losging, musste Fortunas Finanzvorstand Paul Jäger in Gedanken schon einmal seine Kasse öffnen. Das Pyro-Feuerwerk mit rot-weißen Rauchbomben nebelte minutenlang den kompletten Düsseldorfer Fanblock ein und wird eine saftige Geldstrafe nach sich ziehen. Dafür, dass beide Mannschaften noch in den Abstiegskampf verstrickt sind und nicht unbedingt zu den offensivstärksten Teams der Liga zählen, lieferten sie sich anschließend eine unerwartet attraktive erste Spielhälfte. Fortuna suchte nach einer kurzen Phase des Abtastens sofort den Weg nach vorn, aber auch Arminia tauchte immer wieder gefährlich vor dem Kasten von Michael Rensing auf.

Die Gastgeber hatten allerdings eine Menge Glück, dass sie in voller Mannschaftsstärke in die Pause gehen durften. Der mit dem schnellen Kampfspiel völlig überforderte Schiedsrichter Robert Kempter ließ den Bielefelder Felix Burmeister in der 21. Minute auf dem Platz, obwohl er kurz vor dem Strafraum den allein aufs Tor zulaufenden Nikola Djurdjic legte. Statt Freistoß und Roter Karte gab Kempter überhaupt nichts – so wie acht Minuten später, als Julian Börner erneut Djurdjic mit einem Ellbogenschlag niederstreckte. Gelb wäre das Mindeste, Rot durchaus möglich gewesen.

Die beste Möglichkeit der Gäste vor der Pause vergab der sehr einfallsreiche Kerem Demirbay nach einer Viertelstunde, als er mit seinem schwächeren rechten Fuß Arminias Keeper Wolfgang Hesl zu einer Glanzparade zwang. Auf der Gegenseite verhinderte der zuvor bei hohen Bällen nicht immer sichere Rensing mit einer schönen Fußabwehr gegen Sebastian Schuppan (27.) das mögliche 1:0.

Nach dem Wechsel erlangten die Düsseldorfer ein deutliches Übergewicht, schafften es aber zu selten, klare Torchancen herauszuspielen. Zwar setzten sie die Truppe ihres Ex-Trainers Norbert Meier – den die 3000 Fortuna-Fans unter den 22.516 Zuschauern mit freundlichem Applaus begrüßt hatten – meist unter Druck, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Zwölf Minuten vor dem Ende hatte Fortuna dann sogar Glück, als Kapitän Karim Haggui und Rensing nicht aufpassten und Börner fast getroffen hätte. Eine Niederlage hätten die Gäste nach ihrem ansprechenden Auftritt jedoch ganz sicher nicht verdient gehabt.

Im kommenden Heimspiel gegen Leipzig am Montag, 11. April muss Funkel wohl oder übel seine Startelf ändern. Sowohl Demirbay als auch Lukas Schmitz holten sich bereits in der ersten Hälfte ihre jeweils fünfte Gelbe Karte ab, beide sind somit gegen die Sachsen gesperrt.

Quelle: RP
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