| 11.34 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Ich war sehr überrascht über den Pfiff"

Hennings nimmt dankend an
Hennings nimmt dankend an FOTO: dpa, mjh nic
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf feiert gegen Arminia Bielefeld beim 4:0 eine Fußball-Party. Axel Bellinghausen sorgt für den Brustlöser. Ein umstrittener Pfiff von Schiedsrichter Christian Dietz entscheidet die Begegnung frühzeitig. Von Jan Dobrick

Es war die Szene des Spiels: Stephan Salger berührte Fortuna-Angreifer Rouwen Hennings den Bruchteil einer Sekunde am Rücken. Hennings fiel im Strafraum, Referee Dietz zeigte auf den Punkt und schickte den einigermaßen verdutzten Bielefelder nach 31 Minuten mit Gelb-Rot duschen. Es war ein Elfmetergeschenk, das der Stürmer dankend annahm.

Funkel und Rehm wundern sich über den Pfiff, Hennings nicht

"Die Elfmeterszene habe ich nicht gesehen, ich war aber sehr überrascht über den Pfiff", sagte Fortunas Trainer Friedhelm Funkel. Und auch Gästecoach Rüdiger Rehm, der einen Tag später wegen des anhaltenden Misserfolgs entlassen wurde, betonte bei der Pressekonferenz: "Der Elfmeter zum 2:0 war meiner Ansicht nach keiner." Hennings sah das anders: "Ich habe schon ein Ziehen gespürt, durch das ich in Rücklage geriet. Im Mittelfeld wird so etwas gepfiffen, im Sechzehner kann man da ruhig auch mal einen Elfmeter pfeifen."

 

Nachdem Bellinghausen den Torreigen eröffnet hatte, führte Fortuna zur Pause komfortabel 2:0. Arminia musste den Matchplan über den Haufen werfen und ackerte in Unterzahl auf die Pause hin. Besonders bitter für Salger: Der defensive Mittelfeldspieler wurde erst kurz vor dem Anpfiff in die Startelf befördert, weil Brian Behrendt ausgefallen war.

"Gegen einen Gegner in Unterzahl muss man den Ball viel laufen lassen"

Die Partie war gelaufen, dachte man. Doch die Arminen legten sich mächtig ins Zeug. "Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir es gegen neun Feldspieler nicht so gut gemacht. Gegen einen Gegner in Unterzahl muss man den Ball viel laufen lassen und immer wieder die Seiten wechseln, damit sich der Gegner müde läuft", erklärte Funkel. Ähnlich wie beim 3:1-Sieg in München schalteten die Rheinländer einen Gang zurück – die Gäste, die alles aus sich herausholten, waren den Rot-Weißen ebenbürtig. 

Der eingewechselte Arianit Ferati machte schließlich den Deckel auf das Spiel. Der Wirbelwind war erst ein paar Sekunden auf dem Platz, da schlug der Ball auch schon im Kasten von Bielefelds Schlussmann Wolfgang Hesl ein. "Es ist ein wundervolles Gefühl, mein erstes Tor für Fortuna geschossen zu haben. Ich bin froh und stolz", sagte die Leihgabe des Hamburger SV. Und Rechtsaußen Ihlas Bebou lobte: "Wir machen das als Mannschaft einfach super, darauf können wir aufbauen."

Es war Hennings vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Der Mittelstürmer verwertete eine mustergültige Vorlage von Bebou zum 4:0. Mittelfeldmalocher Marcel Sobottka befand: "Mit den letzten beiden Ergebnissen können wir wirklich zufrieden sein. Es bleibt aber keine Zeit, auch keine Veranlassung, das lange zu feiern, weil wir auch im Pokal in Hannover gewinnen wollen." Funkel bemerkte noch, der Sieg sei ein Tor zu hoch ausgefallen, was seine Spieler aber nicht daran hinderte, dann doch ausgelassen auf dem Rasen zu feiern.

"Wir sind eine junge, eine gute Mannschaft, deshalb blicke ich auch mit Zuversicht auf die nächsten Wochen", sagte Özkan Yildirim. Die Fortuna hat noch einiges vor.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fortuna Düsseldorf: "Ich war sehr überrascht über den Pfiff"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.