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Blick in die Historie
Fortuna gegen St. Pauli ist ein Dauerbrenner

Fortuna Düsseldorf: Immer wieder geht's gegen FC St. Pauli
In der Hinrunde 2016/17 feierte Fortuna auf St. Pauli einen 1:0-Sieg. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf bekommt es am Freitag (18.30 Uhr/Live-Ticker) mal wieder mit dem FC St. Pauli zu tun. Gegen keinen Klub spielten die Flingerner in der 2. Bundesliga häufiger, bislang waren es 21 Partien. Wir haben einen Blick in die Geschichtsbücher geworfen. Von Jan Dobrick

26. Mai 1971: Fortuna Düsseldorf - FC St. Pauli 3:1 (0:1)

1971 begann die große Ära der Fortuna in der Bundesliga – auch dank der direkten Duelle mit St. Pauli. 1966 waren die Rot-Weißen zwar schon mal ins Oberhaus eingezogen, mussten ein Jahr später aber zurück in die Regionalliga. Die Aufstiegsrunde 1971 schloss Fortuna als Tabellenerster ab. Zweimal hieß der Gegner St. Pauli. Zu Hause setzten sich die Flingerner mit 3:1 durch, auswärts trennten sich die Klubs am 16. Juni 1:1. Im Heimspiel erzielte Peter Biesenkamp nach 65 Minuten den Ausgleich, bevor er fünf Minuten vor dem Ende ein zweites Tor nachlegte. Mit dem 3:1 durch Dieter Herzog (87.) war die Partie endgültig entschieden.

12. Mai 1990: Fortuna Düsseldorf - FC St. Pauli 7:0 (1:0)

34. Spieltag, Rheinstadion, 13.500 Zuschauer: Fortuna tat zum Saisonende noch mal etwas fürs Torverhältnis, das mit dem 7:0 schließlich ausgeglichen wurde. Gästetorwart Klaus Thomforde war im zweiten Durchgang nur noch damit beschäftigt, den Ball aus dem Netz zu holen. Thomas Allofs und Bernd Klotz trafen doppelt. Die Flingerner beendeten die Bundesliga-Saison auf Platz neun, der FC St. Pauli auf Rang 13. Damals unter anderem für Rot-Weiß auf dem Feld: Jörg Schmadtke, Martin Spanring, Mike Büskens und Anthony Baffoe. Lange ist es her. Mit dem Erfolg stellte die Fortuna ihren Rekord für den höchsten Bundesliga-Sieg ein. In der Saison 1983/84 hatte es ebenfalls ein 7:0 gegeben – gegen Borussia Dortmund.

So könnte Fortuna gegen St. Pauli spielen

17. August 1991: Fortuna Düsseldorf - FC St. Pauli 2:1 (1:0)

Fortuna schaltete die Nordlichter 1991 in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus. Karsten Hutwelker und Christian Schreier schossen zum Sieg ein. Bei St. Pauli in der Startelf: der jetzige Würzburg-Trainer Bernd Hollerbach. Für die Düsseldorfer war dann in der dritten Runde Schluss, als Werder Bremen mit Coach Otto Rehhagel ins Rheinland kam.

20. November 1998: Fortuna Düsseldorf - FC St. Pauli 2:2 (0:2)

Wieder ging es gegen die Hamburger. Und wer hütete immer noch das St. Pauli-Tor? Genau, der ewige Klaus Thomforde, der von 1993 bis 1999 für den Kiez-Klub kickte. Spitzname: "Tier im Tor". Unnützes Wissen: Nach seiner aktiven Karriere trainierte er zwischenzeitlich die Keeper der litauischen Nationalmannschaft. Gegen die Fortuna hielt er seinen Kasten am 15. Spieltag der 2. Bundesliga bis zur 50. Minute sauber. Dann traf der Russe Igor Dobrowolski zum 1:2. Drei Minuten vor Schluss markierte Igli Tare den Ausgleich für Düsseldorf. Das "Tier" dürfte daraufhin ausgeflippt sein. P.S.: Thomforde wurde so genannt, weil er seinen Job immer relativ laut und gestenreich erledigte.

28. Mai 1999: FC St. Pauli - Fortuna Düsseldorf 5:0 (2:0)

Die Fortuna wollte sich unter Trainer Peter Neururer anständig aus der 2. Bundesliga verabschieden, das klappte allerdings nicht so wirklich. Beim FC St. Pauli gab's am 32. Spieltag jedenfalls nichts zu holen. Warum? Weil ein paar alte Bekannte etwas dagegen hatten. Knipser Ivan Klasnic beispielsweise, der das 4:0 erzielte. Oder Thomas Meggle, der sogar einen Doppelpack schnürte. Meggle legte bei St. Pauli auch nach seiner Zeit auf dem Platz eine steile Karriere hin, bis er unsanft gebremst wurde: Am 1. November 2016 musste er bei den Hanseaten als Sportchef seinen Hut nehmen.

 
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