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Fortuna Düsseldorf
Fortuna ist mal wieder ein Überraschungsei

Fortuna Düsseldorf ist mal wieder ein Überraschungsei
Marco Kurz will am Samstag einen Sieg mit der Fortuna feiern. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Auftakt in die Restrückrunde am Samstagmittag (13 Uhr/Live-Ticker) gegen den 1. FC Heidenheim ist die erste Weichenstellung für den Verlauf im Kampf um den Klassenerhalt. "Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft nun absolut will", sagt Trainer Marco Kurz. Von Christoffer Kleindienst

Igendwie war es eine bekannte Szene. Ein neuer Fortuna-Cheftrainer spricht in einer Pressekonferenz über den anstehenden Auftakt und die Freude, dass es nach einer anstrengenden Vorbereitung nun endlich losgeht. "Ich kenne die Mannschaft nicht im Wettkampf. Aber ich habe das Gefühl, dass sie nun absolut will. Ich habe die Mannschaft gut vorgefunden und wir sind nun einfach froh, dass es losgeht", sagte Kurz am Freitagnachmittag mit ruhiger Stimme. 

Ähnlich wie der ehemalige Coach Frank Kramer, der im Sommer 2015 übernahm und den von allen Seiten gewollten Umbruch initiierte, startet nun Kurz in eine (für ihn) neue Spielzeit mit einem recht unbekannten Team. Immerhin: Die meisten Spieler haben in der Konstellation in den vergangenen Monaten schon zusammengespielt, lediglich drei Zugänge – davon zwei potenzielle Leistungsträger – müssen integriert werden. "Umbruch light" sozusagen. 

So wirklich weiß aber niemand genau, was in der Esprit-Arena gegen Heidenheim passieren wird. Allerdings hat Kurz eine klare Vorstellung, wie seine Mannschaft auftreten soll: Die Mannschaft müsse "kompakt stehen", "durchschlagskräftiger" solle sie sein und über 90 Minuten "schlau und konzentriert spielen". Bei all dem Streben nach einer möglichst guten Leistung verliert der Coach aber nicht die Realität aus den Augen. "Es wird auch darum gehen, Fehler zu verzeihen", erklärt Kurz, um wenig später diesbezüglich mahnend nachzulegen: "In unserer Situation wird nicht alles gelingen, das betone ich nochmal."

"Das Team muss brennen"

Der 46-Jährige weiß, welche Macht diese für Zweitliga-Verhältnisse äußerst imposante Arena haben kann. Sie kann der Fortuna ungemein helfen, allerdings kann es auch nach hinten losgehen: Das Hinrundenspiel gegen den SV Sandhausen ist nur eines von einigen Beispielen, in der die Profis von der negativen Stimmung eingeschüchtert waren und vollkommen verkrampften. "Das Team muss brennen. Das ist wichtig. Der Funke muss von uns kommen und dann ist das ein Pfund. Die Fans können uns bei dem Erreichen unserer Ziele ungemein helfen", sagt Kurz passenderweise.

Viele Fragezeichen gibt es also – in Teilen will der Fortuna-Trainer das aber auch für sich nutzen. Personelle Fragen beantworte er nur wortkarg, "Charis Mavrias und Nikola Djurdjic werden im Kader sein", war einer von wenigen Hinweisen: "Wenn nicht noch etwas passiert." Sicher ist derzeit herzlich wenig – bis auf eine unorthodoxe taktische Maßnahme. "Ich werde den Stuhl in der Coachingzone wohl seltener benutzen. Ich nehme eher den Linienrichter in Manndeckung", erklärte Kurz schmunzelnd.

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